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11.08.2008

RIM lockt Profi-Nutzer mit Highend-Smartphone

Im Medienhype um das iPhone 3G ging eine interessante Neuerscheinung fast unter: der "Blackberry Bold".

Mit dem Blackberry Bold bringt der kanadische Hersteller RIM ein Smartphone für professionelle Anwender auf den Markt, die mehr wollen als hippes Design und modische Touchscreen-Benutzeroberfläche. Der ohne Vertrag rund 500 Euro teure Bold kombiniert klassische Blackberry-Stärken wie E-Mail-Push, Sicherheit, relativ lange Akkulaufzeiten und physikalische Tastatur mit den heute als üblich geltenden Ausstattungsdetails wie Bluetooth- und WLAN-Fähigkeit, Speicherkartenslot für MicroSD, HSDPA oder echtes GPS.

Solide Business-Ausstattung

Die erste Begegnung mit dem Bold verläuft deshalb auch ohne große Aha-Effekte. Die Bedienung erfolgt wie von anderen Modellen gewohnt per Trackball, wobei dieser aber mittlerweile, so der Eindruck bei unserem Testgerät, genauer zu reagieren scheint. Auch die Symbole der Benutzeroberfläche hat RIM überarbeitet, in den Untermenüs dominiert jedoch wie früher die Texteingabe. Der eine wird dies als veraltet empfinden, während andere diese Form der Konfiguration gegenüber den grafischen Klickorgien, die bei manchem Konkurrenzgerät nötig sind, bevorzugen werden.

Die zahlreichen Verbesserungen des Bold offenbaren sich erst im täglichen Umgang mit dem Gerät. Die wichtigste Neuerung für Business-Kunden dürfte wohl sein, dass er jetzt von Haus aus Word- (jedoch nicht Word 2007), Powerpoint- und Excel-Dokumente auf seinem Device bearbeiten kann. Allerdings sind die entsprechenden ToGo-Anwendungen von Dataviz nur in einer Lite-Version installiert, so dass der Benutzer keine neuen Dokumente anzulegen vermag. Dieses Manko lässt sich jedoch mit einem Trick umgehen, indem der Anwender von einem PC leere Dummy-Dokumente auf den Bold kopiert.

Bei der Dokumentenarbeit lernt der Benutzer eine weitere Stärke des Blackberry schätzen: den neuen 16:9-LCD-Bildschirm, dessen Helligkeit automatisch geregelt wird. Der TFT-Schirm mit einer Auflösung von 480 x 320 Punkten überzeugt nicht nur beim Bearbeiten von Dokumenten mit seiner scharfen, detaillierten Darstellung, sondern auch bei Filmen durch eine brillante Farbwiedergabe. Entsprechendes Videomaterial erhält der Bolder etwa über den seitlich angebrachten Slot für MicroSD-Karten - ein Feature, das man beim iPhone vergeblich sucht. Grundsätzlich hat RIM beim Bold in Sachen Multimedia deutlich nachgebessert.

Der Freizeit-Faktor

Waren frühere Blackberries in diesem Punkt echte Spaßbremsen, so unterstützt der Bold unter anderem die Videoformate DivX, H.263, H.264 und WMV3. Mit der mitgelieferten Software MediaSync können zudem iTunes-Musikdateien (wenn nicht DRM-geschützt) auf das Smartphone übertragen werden. Andere Dateien wie Fotos, Musik und Videos zieht der Benutzer per Drag and Drop mit dem Roxio Media Manager auf den Bold.

(hi)