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22.10.2008

RIM unterstützt Blackberry-Entwickler

Programmierer sollen neben der bisherigen Java-Plattform zusätzliche Tools für Gears, Eclipse oder Visual Studio erhalten.

Nachdem Java jahrelang die Basis für Anwendungen auf Blackberry-Handhelds gewesen ist, will RIM nun auf die Weiterentwicklung des mobilen Internets, etwa schnellere Verbindungen und ausgereiftere Web-Browser, reagieren. "Die Unterstützung für das Gears Web Application Framework und andere Tools werden dabei helfen, dass Web-Anwendungen zu ‚ÄöBürgern erster Klasse‚Äò auf dem Blackberry werden", verkündete Alan Brenner, Senior Vice President Blackberry Platform bei Research in Motion, auf der ersten Entwicklerkonferenz des Unternehmens in Santa Clara. Der Support von Gears, dem von Google als Erstes hervorgebrachten Web-Development-Plug-in, werde es Entwicklern ermöglichen, schnell reagierende Stand-alone-Web-Applikationen zu schreiben, die online und offline genutzt werden können, so RIM. Die Company plant, den Support ab dem kommenden Jahr zur Verfügung zu stellen.

Auch die Unterstützung von SQL Lite zur Anbindung der Blackberry-Applikationen an relationale Datenbanken ist vorgesehen, plus der Möglichkeit, die Anwendungen via Java auch offline auszuführen. Vorgestellt wurden außerdem das Blackberry-Plug-in 1.1 für Microsoft Visual Studio (Blackberry MDS Studio 2.0) sowie ein neues Plug-in für Eclipse-Enwickler.

Als weiteren Schritt, die Möglichkeiten der Blackberry-Entwickler zu verbessern, kündigte RIM an, die APIs für seine Push-Technologie freizugeben. Dies erlaube es den Schreibern von Drittanwendungen, eigene Push-Applikationen für die Plattform zu entwerfen. Das Unternehmen plant, die APIs jedoch nur schrittweise über die kommenden Quartale bereitzustellen. Dieser Schritt solle das Entstehen möglicher Sicherheitslücken vermeiden, so David Yach, CTO der Softwaresparte. "Wir alle sind in Schwierigkeiten, wenn es zu ernsten Security-Problemen auf dem Blackberry kommt", erklärte er.

Ähnlich wie Apples App Store sollen auch Blackberry-Entwickler ab März 2009 mit dem Application Storefront eine Download-Plattform erhalten, um ihre Anwendungen direkt an Nutzer zu verkaufen. Zwanzig Prozent der Erlöse will RIM für sich einbehalten, für die Abwicklung ist das Online-Bezahlsystem PayPal vorgesehen.

Die Konditionen für den Application Storefront will RIM so klar wie möglich formulieren, um den späteren Ausschluss unerwünschter Anwendungen zu vermeiden. Wegen des erweiterten Fokus von Geschäfts- auf Privatkunden versucht das Unternehmen, speziell Entwickler von Consumer-Applikationen anzulocken. "Der Consumer-Markt für die drahtlose Datennutzung hebt ab, und das stellt eine Gelegenheit für alle von Ihnen dar", verkündete Co-CEO Mike Lazaridis den versammelten Entwicklern verheißungsvoll.

Leichteres Software-Testing

RIM bietet seinen Entwicklern künftig eine einfache Möglichkeit, Applikationen umfänglich zu testen. Zu diesem Zweck bedient sich der Hersteller des Service "Device Anywhere". Dort können Entwickler ihre Programme gegen ein System testen, das 100 verschiedene Blackberry-Modelle in 16 verschiedenen Mobilfunknetzen enthält.

In der Vergangenheit musste man jedes Endgerät im Prinzip separat kaufen und die Software darauf ausprobieren, was allerdings nicht das Problem gelöst hat, wie sich ein Gerät in unterschiedlichen Netzen verhält. Dies hatte RIM selbst zu spüren bekommen, als es seinen "Blackberry Bold" für das Netz von AT&T hatte verschieben müssen.