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Neues Coprozessorboard von Tektronix für den "großen" Apple:

Risc-Karte macht dem Macintosh Beine

11.08.1989

BOSTON (CW) - Auf der Macworld Expo stellt die Tektronix Inc. ihr "RP88"-Risc-Coprozessorboard für den Macintosh II vor, mit dem die Rechenleistung des Apple-Rechners um das Dreißigfache gesteigert werden soll.

Tektronix hatte testhalber bereits seit einem Jahr ein Prozessorboard auf Basis des Motorola 88000. Damit sollten beispielsweise Compiler-Entwickler unterstützt werden. Im "RP88"-Coprozessorboard kommt ein Motorola-Risc-Prozessor vom Typ 88100 zum Einsatz. Die Karte kann auf bis zu acht Megabyte Speicher ausgebaut werden. Die mit 20 MHz getaktete Coprozessorkarte soll sieben Millionen Fließkommaoperationen pro Sekunde und 17 Millionen Rechenoperationen pro Sekunde (MIPS) leisten.

Softwareapplikationen, die auf Macintosh-Rechnern laufen, nutzen dabei ein aufgesplittetes Busverfahren. Zum einen wird der 68020-Prozessor angesprochen, der auf dem Macintosh-Nubus sitzt. Weiter aber greifen sie über den 88100-Risc-Chip aus dessen M-Bus zu, wodurch die hohen Leistungswerte erreicht werden. Nach Angaben eines Unternehmensangehörigen der deutschen Tektronix GmbH konnte der Anwender mit dem in einen Mac eingesetzten Prozessorboard lediglich wählen, ob er unter der Motorola-CPU oder unter dem Risc-Prozessor arbeiten wollen. Sein Rechner besaß mithin eigentlich zwei Systeme, die sich bei der Arbeit nicht gergenseitig unterstützten. Mit dem jetzt vorgestellten Board soll die Unterstützung des 68020-Prozessors auf dem Nubus-Bus durch den auf einem eigenen M-Bus laufenden Coprozessor möglich sein.

Der "RP88" mit zwei Megabyte Speicher in DRAM-Technologie, mit 32 Kilobyte Cache-Speicher und Dokumentation soll 9575 Dollar kosten. Ein "Base RP88 Programmer's Toolkit", welches C-Compiler, Assembler, Debugger und Bibliotheken umfaßt, wird für knapp 1 000 Dollar verkauft. Eine Fortran-Version des Toolkit gibt es für etwa 2 000 Dollar.

Es enthält neben der Karte zusätzlich sechs Megabyte DRAM-Speicher, 16 Kilobyte Cache-Speicher und das "BaseProgrammer's Toolkit":

Alle Produkte sind ab sofort erhältlich. Für Deutschland ist ein Vertrieb allerdings nicht vorgesehen.