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08.05.1992 - 

IBM-Manager plauderte aus dem Nähkästchen

RISC-Version von 08/2 basiert entweder auf NT oder auf Mach

MÜNCHEN (CW) - IBM will eine RISC-Version von OS/2 auf den Markt bringen und dafür den Mach-Kernel der OSF oder die Microsoft-Entwicklung Windows NT nutzen.

Das äußerte der Direktor des IBM-eigenen Software-Entwicklerprogramms, John Soyring, anläßlich der Oracle Developers Conference in Burlingame, Kalifornien. Wie die US-amerikanische CW-Schwesterpublikation "Infoworld" berichtet, benötigt IBM die Third-Party-Technologie, um die Unterstützung von Multiprozessor-Systemen anbieten zu können.

Einige Branchenkenner mutmaßen daraufhin, daß das Eis zwischen Microsoft und IBM zu tauen beginne. Allerdings habe IBM aufgrund eines gegenseitigen Lizenzabkommens mit Microsoft ohnehin das Recht, New Technology ganz oder teilweise zu nutzen.

IBM-nahe Quellen wollen allerdings wissen, daß IBM zögere, das Schicksal einer neuen OS/2-Ausführung von Windows NT abhängig zu machen, das in Branchenkreisen bereits "not there" ausgeschrieben wird. Das neue Microsoft-Betriebssystem werde möglicherweise zeitgleich mit OS/2 3.0 auf den Markt kommen, äußerte ein Third-Party-Entwickler gegenüber der "Infoworld". Laut IBM ist mit der dritten OS/2-Version innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate zu rechnen.

Die IBM Deutschland GmbH wollte Soyrings Aussage Weder dementieren noch bestätigen. Auch von der deutschen OS/2-User-Group waren zu diesem Thema keine weitergehenden Informationen zu bekommen. Deren Vorsitzender, Rafael Laguna de la Vera, versprach jedoch, daß Soyring auf der am 14. Mai 1992 in München stattfindenden OS/2-Benutzerkonferenz dazu Stellung nehmen werde.