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02.04.2014 - 

TecChannel-Studie

Risikofaktor Windows XP - viele deutsche Firmen haben noch Handlungsbedarf

Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Am 8. April 2014 beendet Microsoft den Support von Windows XP. Doch noch längst nicht alle Unternehmen haben auf neuere Betriebssysteme migriert, wie eine aktuelle TecChannel-Studie belegt. Dabei birgt die weitere Nutzung des betagten Systems erhebliche Risiken und Kostenfallen.

Am 08. April 2014 ist Windows XP 4548 Tage auf dem Markt, ein für IT-Produkte außerordentlich langer Lebenszyklus. Das Betriebssystem erschien im Oktober 2001.

Windows XP - Nichts geht mehr!
Windows XP - Nichts geht mehr!
Foto: Eisenhans - Fotolia.com

Schon seit einigen Jahren weist Microsoft auf das Support-Ende für Windows XP hin - in den letzten Monaten mit erheblichem Nachdruck. Dennoch läuft Windows XP in rund einem Viertel der kleinen und mittelständischen Firmen noch auf einem Teil der Rechner, in knapp fünf Prozent ist das veraltete Betriebssystem sogar noch im ganzen Unternehmen im Einsatz. Zu diesem Ergebnis kommt die TecChannel-Studie "Support-Ende für Windows XP". Hierfür wurden im März 2014 knapp 700 IT-Entscheider und IT-Spezialisten aus mittelständischen Unternehmen online befragt. Dazu passt Microsofts eigene Einschätzung: Insbesondere mittelständische Unternehmen hätten den Umstieg unterschätzt, betonte der Hersteller auf der CeBIT 2014.

In Großunternehmen sieht die Lage anders aus. Wie Microsoft ebenfalls auf der CeBIT bekannt gab, habe das Gros der Top-500-Geschäftskunden die Migration bereits abgeschlossen, lediglich 22 seien "noch nicht ganz fertig." Prominentes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Bundestag, hier seien ab April noch mehrere tausend Rechner der Bundestagsverwaltung und von Abgeordneten mit Windows XP im Einsatz.

Warnhinweis: Diese Box bekommen Nutzer von Windows XP seit März 2014 einmal im Monat zu sehen, wenn die automatischen Updates aktiviert sind.
Warnhinweis: Diese Box bekommen Nutzer von Windows XP seit März 2014 einmal im Monat zu sehen, wenn die automatischen Updates aktiviert sind.
Foto: Microsoft

Dass der Support für Windows XP endet, ist zumindest bekannt - mehr als 98 Prozent der befragten TecChannel-Leser gaben an, vom Supportende gehört zu haben. Knapp 40 Prozent der Unternehmen erklärten denn auch, nicht mehr Windows XP einzusetzen. Von diesen Firmen haben rund 88 Prozent schon auf eine neuere Windows-Version migriert. Der Umstieg klappte in den meisten Firmen offensichtlich relativ zügig, in 37 Prozent der Fälle genügten vier Wochen für die Migration. Allerdings haben sich auch 13 Prozent dieser Unternehmen über ein Jahr lang mit dem Umstieg beschäftigt.

Windows XP: Nicht alle haben Migrationspläne

Von den Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Befragung noch XP einsetzten, wollten immerhin noch 32 Prozent bis zum 8. April auf eine aktuellere Windows-Version migrieren. Knapp 22 Prozent haben den Umstieg erst nach dem 8. April geplant. Erschreckend ist eine andere Zahl: Rund 27 Prozent haben eigenen Angaben zufolge derzeit keine Migrationspläne.

Diejenigen, die eine Migration noch vor sich haben, beurteilen den Zeitaufwand recht optimistisch - 55 Prozent gehen davon aus, den Umstieg innerhalb von vier Wochen zu bewältigen.

Wohin migrieren die Anwenderunternehmen? Diejenigen, die eine Migration noch vor sich haben, nennen einen klaren Favoriten: Windows 7. Rund 65 Prozent dieser Befragten wollen auf Windows 7 umsteigen. Lediglich 13 Prozent nennen Windows 8 oder 8.1 als Ziel der Migration. Und immerhin 21 Prozent gaben an, sich für eine andere Plattform wie etwa Linux zu entscheiden.

Von denjenigen, die auf eine neuere Windows-Version umsteigen, rechnen jeweils rund 30 Prozent mit einigen oder nur wenigen Problemen. Sehr viele unterschiedliche Probleme sehen 13 Prozent auf sich zukommen.