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22.04.1983 - 

BMFT propagiert "Technologieorientierte Unternehmensgründungen"

Risikokapital als Startgeld für Innovatoren

HANNOVER (bi) - Zunächst 7 Millionen (1983), mittelfristig 100 Millionen (bis 1986) will das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BFMT) für einen Modellversuch "Technologieorientierte Unternehmensgründungen" (TUO) bereitstellen. Diese Ankündigung machte Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber in der traditionellen Pressekonferenz des BMFT auf der Hannove-Messe.

Ziel des Modellversuches sei, die Startchancen für innovationstüchtige, kleine Unternehmen zu erhöhen und gleichzeitig den Markt für Risikokapital anzuregen. Das BMFT erwartet die Aktivierung privater Investitionen und verstärktes Einsteigen der Banken in die Finanzierung der Risiken technologieorientierter Gründungen; ferner erhofft sich das Ministerium Erkenntnisse über Verbesserungsmöglichkeien der Rahmenbedingungen dafür.

Die Maßnahme soll pilotartig in einem vier Jahre für Gründungsprojekte offenen Versuch erprobt werden. Dabei sollen je nach Projektstadium unterschiedliche Förderinstrumente eingesetzt werden:

- Beratungshilfen für die Gründer und eventuelle externe Finanziers zur Erarbeitung tragfähiger Konzepte für die Gründungsvorhaben - also technische Gutachten, Marktabschätzungen, Patentsituation und ähnliche externe Hilfe (Phase )

- Bis zu 75prozentige Zuwendungen zu den Entwicklungskosten der Gründungsvorhaben (bis zum Prototyp) ("Phase 11").

- Bis zu 80prozentige Risikobeteiligungen des BMFT für Bankkredite, die zur Finanzierung der Produktionseinrichtung und Markteinführung bestimmt sind ("Phase III" ). Wichtig sei, daß dieses indirekt wirkende Instrument erst dann greifen soll, wenn die private Finanzierung eines Gründungsprojektes an fehlenden Sicherheiten zu scheitern droht.

Es handelte sich bei diesem Drei-Phasen-Modell um ein den speziellen Problemen der TOU angepaßtes Instrumentarium - teils indirekt (Beratung, Risikobeteiligung), teils direkt wirkend.

Bei dem Modellversuch sollen drei Varianten erprobt werden:

- eine regionale Variante unter Beteiligung von sechs Technologieberatungsstellen, die Gründer kostenlos beraten und betreuen.

- eine bundesweite Variante, die jedoch fachspezifisch (auf eine Anwendung der Mikroelektronik) beschränkt ist und vom VDT-Technologiezentrum in Berlin abgewickelt wird; sowie

- eine Risikokapitial-Variante, die weder fachspezifisch noch regional beschränkt ist und vom BMFT abgewickelt wird.