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Mit Standard-Software Marktanteile erobern:


05.04.1985 - 

RM-Rechenzentrum erweitert Leistungs-Palette

FRANKFURT/M. (lo) - Mit einem Programmangebot für Mikrocomputer steigt das Rhein-Main Rechenzentrum (RM) in den Softwaremarkt ein. Die branchenorientierten Komplettlösungen der drittgrößten deutschen Rechenzentrale sollen professionelle Anwender bei der Auftragsbearbeitung, der Lagerverwaltung sowie bei der Finanzbuchhaltung unterstützen.

Die Standardprogramme mit der Bezeichnung "Garant" zeichneten sich durch Benutzerfreundlichkeit aus, so der Frankfurter Hersteller. Dies ermögliche unter anderem ihre Parametersteuerung. Auch bei ausgefallenen Vorgaben sei so eine vielfältige Gestaltung möglich. Der Eingriff eines Software-Spezialisten zur individuellen Anpassung wäre überflüssig. Hierfür sorge etwa ein "Hardware-Konfigurator". Dieses Zusatzwerkzeug prüfe das vorhandene Mengengerüst.

Bei den Entwicklungskosten hat das Rechenzentrum nach Meinung von RM-Geschäftsführer Bernd Jacke tief in die Tasche gegriffen: Sie betrugen rund 2,5 Millionen Mark. Dieses Engagement habe allerdings auch eine aussichtsreiche Perspektive.

Nach Ansicht Jackes seien "rosige Zeiten" auf dem Softwaremarkt zu erwarten. Bereits 1983 brachten in der Bundesrepublik Programme für Kleinstrechner einen Umsatz von 249 Millionen Mark. Gestützt auf eine Untersuchung des IDC-Institutes in Eschborn sähe er eine starke Entwicklung im Segment Standard-Software. Dagegen sei im Teilbereich Individual-Software ein Rückgang zu befürchten.

Zum Ende der achtziger Jahre müsse allerdings ein allgemeiner Software-Preisverfall von 50 Prozent aufgefangen werden. Das bedeute neue Konzepte für die Produktgestaltung wie auch ein Umdenken bei der Vermarktung. Beispielsweise seien gewandelte Maßstäbe für Software-Qualität zu fordern. Dazu gehöre etwa eine größere Benutzerfreundlichkeit.

Für das kommende Jahr liegt die Prognose der Eschborner Marktforscher für den Branchenumsatz bei rund einer Milliarde Mark. In den westeuropäischen Ländern wäre im vergangenen Jahr Standard-Software in der Größenordnung von 8,5 Milliarden Mark erworben worden. Vom gesamten Softwaremarkt seien dies knapp 30 Prozent. Jacke erwartet in 1989 mit 48 Prozent für die Standard-Software eine beträchtliche Zunahme am Gesamtmarktvolumen, das dann auf 50 Milliarden Mark geschätzt wird.

Mit 180 Mitarbeitern in der Frankfurter Zentrale setzte das Rhein-Main Rechenzentrum im vergangenen Jahr 23 Millionen Mark um. 1978 waren es 19 Millionen Mark. Im Bereich zentrale Datenverarbeitung betreut RM nach eigenen Angaben über 2000 Kunden mit etwa 20 000 angeschlossenen Endanwendern im gesamten Bundesgebiet. Dabei erfolgten monatlich im Durchschnitt mehr als 90 000 Lohn- und Gehaltsabrechnungen.

Derzeit beträgt das Stammkapital der Rechenzentrums-GmbH 3,2 Millionen Mark. Ihr Gesellschafter ist die belgische Centre d'Informatique Générale SA (CIG)-Gruppe in Brüssel.