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03.06.1983 - 

US-Markt für automatische Produktionshilfen leidet unter Rezession:

Robbies hinken Umsatzerwartung hinterher

NEW YORK (VWD) - Bis zu 25 Prozent bleiben die amerikanischen Roboterhersteller hinter dem von ihnen erwarteten Wachstum zurück. Branchenprognosen waren für 1983 von Umsatzzahlen in der Größenordnung von 250 Millionen Dollar ausgegangen. Jetzt sieht es so aus, als werde nicht einmal der Branchenumsatz von 1981 (190 Millionen Dollar) erreicht.

Unimation, der größte amerikanische Hersteller auf diesem Gebiet, rechnet damit, schreibt ap/dj-Korrespondent Richard A. Shaffer, nur die Hälfte des Umsatzes von 1982 zu erzielen. Daraus leiten Beobachter erste Anzeichen einer Strukturbereinigung auf dem Robotermarkt ab, auf dem gegenwärtig mehrere Dutzend Hersteller konkurrieren und relativ wenig Gewinn erzielen.

Die Bereinigung werde früher kommen, als mancher erwartet habe, meint David A. Johnson, Produktmanager bei General Electric. Obwohl Bendix, Cincinnati Milacron, General Electric und Prab Robots eine leichte Zunahme der Auftragseingänge bestätigen, verkaufen sich nach Angaben des Bendix-Marketingdirektors Maclyn F. Harrison nur Punktschweißautomaten wirklich gut. Einige Hersteller haben ihre Listenpreise zurückgenommen, und für Käufer ist es nicht schwierig, Rabatte auszuhandeln.

Die Großen der Branche haben es etwas leichter. Ihnen reicht es notfalls, nur sich selbst zu beliefern, da sie zu den größten Anwendern gehören. So ist General Motors mit Fanuc verbunden, American Motors kooperiert mit Cyborg, Westinghouse besitzt Unimation; IBM, Bendix, General Electric International und United Technology haben ihre eigenen Roboter-Töchter.

Zum Teil ist nach Ansicht von Beobachtern die allgemeine wirtschaftliche Lage für die schleppende Nachfrage verantwortlich. Rechnet man die notwendige Peripherie hinzu, amortisierten sich die Investitionen nicht in der notwendigen Zeit. Shaffer sieht hierin einen Grund dafür, daß auf der Roboter-Ausstellung in Chicago wenig grudlegend Neues zu sehen war und die meisten Hersteller sich auf die Verbesserung ihrer vorhandenen Apparate beschränkten. Allerdings habe sich die Zahl der von einem 16-Bit-Mikroprozessor gesteuerten Roboter deutlich erhöht. Hinzu komme, daß mehr Automaten mit elektronischem anstatt mit hydraulischem Antrieb ausgestattet sind. Das amerikanische Unternehmen Prab stellte einen Roboter mit zwei Armen vor, der um 20 Prozent schneller sein soll als sein einarmiger "Kollege". Der Lasertechnik bedient sich ein Automat von Cincinnati Milacron, der das zu behandelnde Teil vor einem feststehenden Strahler bewegt.

Der Trend ging in Chicago dahin, neue Anwendungsmöglichkeiten zu demonstrieren. So stellte Square D+S US eine Maschine vor, die Rauchmelder zusammenbaut; ein IBM-Roboter testete ICs; andere Automaten wiederum waren in der Lage, Fertigungsprozesse zu überwachen und frühzeitig auf Fehler hinzuweisen.