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Siemens präsentierte weites Automatisierungsspektrum:


18.11.1983 - 

Robot Control soll NC-Maschinen aufmotzen

DÜSSELDORF (pi) - Auf der Interkama '83 wurde von Siemens ein weitgespanntes Spektrum der elektrotechnischen industriellen Automatisierung ausgestellt. Es reichte von rechnerunterstützten und speicherprogrammierbaren Automatisierungssystemen über Prozeß-, Analyse- und Meßgeräte bis hin zur Wäge- und Zählertechnik, zu Sensoren und Aktoren sowie zur Bildtechnik und zu Prüfsystemen der Mikroelektronik. Anwendungsbeispiele der Meß-, Prozeß- und Fertigungsautomatisierung sowie Beispiele aus Forschung und Entwicklung runden das Siemens-Ausstellungsprogramm ab.

Mit den modular anwendbaren Automatisierungskomponenten von Siemens ist der schrittweise Aufbau von flexiblen Fertigungssystemen möglich. Das dabei angewandte hierarchische Informationssystem besteht aus autarken Steuerungskomponenten, einem Datenübertragungssystem und einem Leitrechner als zentrale Steuer- und Überwachungseinheit für die Gesamtanlage. Der Leitrechner der Siemens-Systeme 300 plant und überwacht die Ausführung der Produktionsaufträge. Der Multi-Mikrocomputer MMC 216 sowie die speicherprogrammierbaren Steuerungen "Simatic" koordinieren und steuern den Materialfluß. Sinumerik-Steuerungen führen die Werkzeugmaschinen, Robot-Control-Steuerungen die Industrieroboter.

Außer den Komponenten der Hardware gibt es bei Siemens auch die Softwarebausteine sowie die Planung und das Engineering für flexible Fertigungssysteme aus einer Hand. Die Hard- und Softwaremittel sind der jeweiligen Aufgabenstellung anpaßbar und enthalten die notwendigen Schnittstellen für Systemerweiterungen und Integration in CAD/CAM-Systeme.

Auch als Leitrechner für die zentralen Steuer- und Überwachungsaufgaben bei flexiblen Fertigungssystemen werden Minicomputer der Siemens-Systeme 300 eingesetzt. Die Rechner sind von 256 KB bis 2 MB Hauptspeicher ausbaubar und können mit der erforderlichen Standardperipherie, wie Plattenspeicher, schwarzweißen oder farbigen Sichtgeräten und Werkstatt-Terminals, ausgestattet werden. Zur Systemsoftware zählen das Echtzeit-Betriebssystem ORG 300, das Datenverwaltungssystem DVS 300 und das Kommunikationssystem Sinec 300. Zur Erstellung von Anwendersoftware stehen Compiler für Cobol, Fortran, Basic und Pascal zur Verfügung. Zur Lösung der bei flexiblen Fertigungssystemen anstehenden Aufgaben existieren Standardmodule für Planungs-, Steuerungs- und Überwachungsfunktionen.

Als Datenübertragungssystem und Konzentrator zwischen dem Leitrechner und den Maschinensteuerungen dient nach Siemens-Angaben das Multi-Mikrocomputer-System MMC 216. Es besteht aus Verarbeitungs-, Speicher- und Kommunikations-Einheiten, die zu einem Ein-und Mehrprozessorsystem kombiniert werden können. Der Mikrocomputer verfügt über 15 serielle Schnittstellen für den Anschluß der Maschinensteuerungen. Durch die freie Programmierbarkeit ist eine Anpassung an die jeweilige Schnittstelle der Maschinensteuerung gewährleistet.

Stufenweise Inbetriebnahme möglich

Als autarke NC-Steuerung wird vorwiegend das Sinumerik-System 8 eingesetzt, das ein den Leitrechner hat. Mit der in der Sinumerik 8 integrierten "Programmable Control", einer Simatic-S5, kann das Umfeld der Maschine, wie Palettenwechsler und Werkzeugmagazin, gesteuert und überwacht werden. Als eigenständige Einheit für die Materialflußsteuerung wird ebenfalls die Simatic-S5 eingesetzt. Sie bietet mit der Anschaltung AS5 12 die serielle Schnittstelle für den Anschluß an den Leitrechner. Bei Einsatz von Industrierobotern für Handhabung von Werkstücken und Werkzeugen stehen die Robot-Control-Steuerungen RCM 1 und RCM 2 von Siemens zur Verfügung, die ebenfalls über serielle Schnittstellen- im Falle der RCM 2 auch über eine DNC-Schnittstelle-verfügen. Alle Steuerungen haben einen Programmspeicher, einen Anschluß für ein Programm- Ladegerät und ein Bedienfeld für den Betrieb von Hand. Damit ist einerseits eine stufenweise Inbetriebnahme einzelner Anlagenteile möglich und andererseits gewährleistet, daß eine Einheit, zum Beispiel zu Testzwecken, aus dem Informationssystem gelöst und eigenständig betrieben werden kann.