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10.08.1984 - 

IPA-Studie zeigt düstere Prognose auf:

Roboter "sichern" Arbeitsplätze

STUTTGART (VWD) - Innerhalb der industriellen Serienmontage in der Bundesrepublik Deutschland sind bis zum Jahre 1992 zwischen 80 000 und 170 000 Arbeitsplätze gefährdet. Bis zur Jahrhundertwende dürften es etwa 110 000 bis 200 000 Arbeitsplätze sein.

Zu diesem Ergebnis kommt das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in einer Studie über Einsatzmöglichkeiten von flexibel automatisierten Montagesystemen. Im Brennpunkt des Automatisierungsgeschehens werde die Elektroniktechnik stehen, wofür auch der eingeplante hohe Investitionsanteil ein Indiz sei.

Nach Einschätzung des IPA werden sich die Freisetzungen als Folge der Montage-Automatisierung zunächst bei den größeren Unternehmen mit über 1000 Beschäftigten ergeben. Aber bis spätestens 1987 sei zu erwarten, daß auch kleinere Betriebe einen derartigen Einsatz planen und realisieren.

Die Anzahl "flexibler Baukasten-Montageautomaten" werde bis zu diesem Zeitpunkt auf den 2,8 fachen Wert des derzeitigen Niveaus zunehmen, so daß sich eine jährliche Steigerungsrate von 26 Prozent ergebe. Damit dürfen in fünf Jahren in 26 Prozent (gegenwärtig 2,9) aller Betriebe diese Montageroboter installiert sein. Bis zum Jahr 1992 wird die Zahl der in Deutschland eingesetzten Montageroboter auf 5000 bis 12 000 Stück geschätzt.

Aus der vom Bundesministerium für Forschung und Technologie in Auftrag gegebenen Studie geht außerdem hervor, daß 61 Prozent der Anwender, die bis 1987 derartige Montage-Automaten einsetzen wollen, "Newcomer" in dieser Technologie sind. Auf der anderen Seite würden die Unternehmen, die bereits 1982 Montageroboter eingesetzt haben, ihren Technologievorsprung weiter ausbauen. Weiter heißt es daß über ein Drittel der Anwender bis in drei Jahren jeweils mehr als fünf Roboter-Einheiten im Einsatz haben werden

Aufgrund von Repräsentativbefragungen fand das IPA ferner heraus, daß in der Bundesrepublik derzeit durchschnittlich 25 Prozent (Elektrotechnik 31, Maschinenbau 17) der betrieblichen Gesamtinvestitionen auf den Montagebereich entfallen.