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10.10.1986 - 

Japanische Unternehmen investieren weniger:

Roboterindustrie tritt auf der Stelle

TOKIO (CW) - Unter Wachstumsproblemen leidet derzeit die japanische Roboterindustrie. Die sinkende Nachfrage, stellte die Bundesstelle für Außenhandelsinformation in Köln fest, ist auf die zunehmend geringere Investitionsbereitschaft der meisten Branchen in Japan zurückzuführen. Dabei müßten vor allem kleinere Hersteller Federn lassen.

In dem 300-Milliarden-Yen-Markt sind derzeit lediglich Aufträge aus der Kfz-Industrie zu verzeichnen. Diese werden nach Ansicht der Japan Industrial Robot Association 1986 gegenüber dem Vorjahr

zweistellig zunehmen. Trotzdem sei die Entwicklung für die Roboterbranche insgesamt wenig befriedigend. Schließlich erlebten die "Automatisierungshilfen" 1985 in vielen Wirtschaftszweigen noch Wachstumssprünge von mehr als 30 Prozent. Der starke Yen macht inzwischen auch den Exporteuren zu schaffen. Eine Umfrage der japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai" bei 21 Unternehmen ergab, daß 14 der Firmen ihre Ausfuhrpreise 1986 bereits angehoben haben und sieben es planen. Die Preiserhöhungen betragen teilweise über 20 Prozent.

Viele Unternehmen der Roboterbranche klagen auch über den zunehmend spürbaren Konkurrenzdruck durch immer neue Firmen. Ferner seien die Kosten für die Entwicklung sehr hoch, und es mangele an qualifizierten Fachleuten.

Die erreichten Umsatzzahlen zeigen, daß sich die Branche zu Lasten der kleineren Hersteller zu entwickeln scheint. Während die Branchenführer Matsushita, Fanuc, Yaskawa und Kawasaki 1985 gute Zuwachsraten verzeichnen konnten, gab es erstmals eine Reihe kleiner und mittlerer Hersteller, die ihren Umsatz gegenüber 1984 kaum oder gar nicht erhöhen konnten. Der Gesamtabsatz der automatischen Gehilfen erreichte nach einer weiteren Verbandsstatistik 1985 einen Wert von rund 302 Milliarden Yen, 18,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Ausfuhren hatten einen Wert von 59,9 Milliarden Yen, was gegenüber 1984 ein Plus von 19,7 Prozent bedeutete. Zum Vergleich: Die entsprechenden Zuwachsraten 1984 gegenüber 1983 hatten bei Absatz und Export 39,2 beziehungsweise 49,9 Prozent betragen.