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22.04.1983 - 

BRD liegt im Automatisierungsgrad nicht so weit hinter Japan:

Roboterzahlen werden oftmals übertrieben

HANNOVER (nw) - Die Bundesrepublik liegt im computerisierten Automationsgrad nicht so weit hinten, wie oftmals befürchtet wurde. So glaubt der Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) davon ausgehen zu können, daß in Japan 1981 rund 4000 Roboter produziert wurden, während die Zahl hierzulande bei 1200 liegt. An eingesetzten Robbys vermutet man dabei in Japan 8500 und in Deutschland 2300.

Bislang kursierten nach Angaben des Fachverbands japanische Produktionszahlen für 1981 von 22 000 und Roboteranwendungen in Höhe von 75 000. Grund für die zum Teil erheblich abweichenden Angaben über Produktion und Einsatz dieser Handhabungsmaschinen seien Definitionsschwierigkeiten. So sind die VDMA-Statistiker der Meinung, daß es nicht zulässig ist, von Robotern zu sprechen, wenn Änderungen des Bewegungsablaufs nur durch mechanische Eingriffe möglich sind, oder das Gerät direkt oder ferngesteuert vom Menschen bedient wird. Dies gelte gleichfalls für die Zahl der Roboteranwendungen in Japan (bis Ende 1980 = 75 000), die auf rund 5500 berichtigt werden.

Dieser Abgrenzung folgend, könne sich die Bundesrepublik im Vergleich durchaus sehen lassen: Waren bis Ende 1982 rund 3500 Industrieroboter im Einsatz, sei für 1983 zu erwarten, daß die 22 deutschen Hersteller rund 2000 Geräte im Wert von rund 350 Millionen Mark (einschließlich Software) produzieren. Rund 400 weitere Industrieroboter sollen dann noch von Vertriebsgesellschaften ausländischer Produzenten kommen. Die für 1985 bislang programmierte Zahl an eingesetzten Robotern setzt der VDMA nun von zirka 4500 auf 7500 Einheiten nach oben.

Als Gründe für diese positive Entwicklung nennt der Fachverband nicht nur die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten durch den Fortschritt der technischen Entwicklung, eine mindestens gleichrangige Bedeutung mißt der VDMA dem derzeitigen Wandel in Akzeptanzfragen bei. Zudem hätte es sich in vielen Industriebereichen auch herumgesprochen, daß diese Rationalisierungsmittel zur Verbesserung von Produktivität, Wettbewerbssituation, Humanität am Arbeitsplatz und nicht zuletzt auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen eingesetzt werden müsse.

Die Branche erwirtschaftete den VDMA-Statistikern zufolge 1982 mit rund 14 500 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,8 Milliarden Mark. Gemeint seien hier Unternehmen mit klar erkennbaren Produktlinien im Bereich der Montage- und Handhabungstechnik einschließlich Industrieroboter sowie bestimmte Maschinenbaufirmen. Der Anteil des Industrieroboter liege bei rund zehn Prozent. Bis 1985 prognostiziert der Fachverband der Branche Einnahmen in Höhe von knapp drei Millionen Mark.