Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.03.1987 - 

Fünfjahresplan soll DV-Einsatz in der DDR in die Höhe treiben:

Robotron-Kombinat erweitert PC-Produktion

OST-BERLIN (CW) - Technischer Fortschritt macht auch vor dem Sozialismus nicht halt. So soll sich in der DDR der PC-Einsatz in den kommenden Jahren nahezu verfünffachen.

Herausragendes Elektronik-Unternehmen in der DDR ist nach wie vor der volkseigene Betrieb (VEB) Robotron. Nahezu konkurrenzlos ist das Kombinat mit Sitz in Dresden verantwortlich für den DV-Einsatz in Ostdeutschland. Und dieser soll in den kommenden Jahren stark zunehmen. Im Rahmen des 1986 angelaufenen Fünfjahresplans erwartet das Parteiorgan SED von Robotron, in der DDR bis 1990 zwischen 85 000 bis 90 000 CAD/CAM-Arbeitsstationen einzurichten und 160 000 bis 170 000 Büro- beziehungsweise Personal Computer herzustellen. Darüber hinaus sollen rund 2000 Klein-Datenverarbeitungsanlagen und 660 bis 670 große EDV-Systeme produziert werden.

1986 produzierte Robotron rund 21 000 8-Bit- und 16-Bit-PCs. Das laufende Jahr soll in diesem Bereich zweistellige Zuwachsraten bringen. Dabei werden die 16-Bit-Rechner überwiegend als Neuheit angeboten, während die 32-Bit-Klasse für die Ostdeutschen noch absolute Zukunftsmusik ist. Immerhin jedoch beobachte man, so Uwe Wulf, 1. stellvertretender Generaldirektor, die internationale 32-Bit-Entwicklung und denke auch in der DDR darüber nach.

Das Elektronikunternehmen exportiert rund 70 Prozent seiner Produkte, die überwiegend die übrigen sozialistischen Märkte bereichern. Allein 65 Prozent dieser Exporte gehen dabei in die Sowjetunion. Demgegenüber ist das Geschäft mit den westlichen Industrienationen mehr als bescheiden. Die Lieferungen in die Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel belaufen sich im Jahr laut Wulf auf 30 Millionen "Verrechnungseinheiten" (VE = DM). Dies macht rund 40 Prozent der Westexporte aus.

Vertreten ist das Kombinat auf dem bundesdeutschen Markt vor allem mit Schreibmaschinen und Druckern. Im Printer-Bereich arbeiten die Ostdeutschen unter anderem mit IBM, Siemens und Commodore zusammen. Fehlanzeige allerdings bei ostdeutschen Personal Computern in westdeutschen Landen. Schließlich, so Wulf, könne man sich nicht überall im Wettbewerb vergleichen.