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25.02.2009

Rock the DC

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Eigentlich hielten wir Compuware immer für ein seriöses Softwareunternehmen - und dann kam Rick.

Who the f*** is Richard Meyer aka Angry Rick aka the Rock IT Man? Ist er wirklich "Head of IT", wie er vorgibt? Und warum veröffentlicht er seine Job-Erlebnisse jeden Tag in einem Blog (www.rockitman.de)?

Also, unter uns: Eigentlich heißt Rick ja Mareike, ist Marketing-Managerin beim Softwareunternehmen Compuware und setzt mit dem Blog eine zumindest, ähem, originelle Form der Werbung um. "Wir wollten mal was anderes machen, als unseren Kunden nur wieder ein neues Whitepaper von Forrester anzubieten", sagt Mareike, die mit Nachnamen Jacobshaben heißt. Schließlich sei es nicht so einfach, Themen wie Application-Performance-Management oder End-User-Experience-Monitoring öffentlichkeitswirksam darzustellen. Angry Rick soll auf seine schnodderige Art die Probleme illustrieren, für die Compuware eine Lösung anzubieten hat.

Die Idee für den Blog wurde in Deutschland geboren, wie Jacobshagen erläutert. Doch inspiriert sei sie von der internationalen Compuware-Kampagne "We make IT rock around the world". Dass der CIO-Rockstar tatsächlich "eine Essenz unserer Kunden" darstellt, wie die Marketing-Expertin behauptet, wagen wir mal zu bezweifeln. Oder wie viele CIOs kennen Sie, die Glitzerjacken tragen, 80er-Jahre-Rock hören und öffentlich zugeben, auf Pamela Anderson zu stehen? Aber ein bisschen von Ricks Lässigkeit stünde vielen CIOs vielleicht gut zu Gesicht. Äh, bitte nur ein kleines bisschen!

Ob das deutsche Marketing denn nicht fürchte, das Image des Unternehmens anzukratzen? "Das haben wir tatsächlich sehr kontrovers diskutiert", räumt Jacobshagen ein. "Wir hatten ja in den vergangenen 30 Jahren einen extrem konservativen Ruf." Doch das Feedback der Kunden sei "durch die Bank positiv" gewesen. Niemand habe deswegen seine Compuware-Lizenzen zurückgegeben. Okay, die Leute stünden auch nicht gerade Schlange, um Software zu erwerben oder zumindest ihre Lead-Informationen auf der Site zu hinterlassen. Doch gemessen an den Zugriffszahlen sei der Werbe-Blog ein voller Erfolg.

Neugierige müssen sich trotzdem beeilen: Compuware will die Site spätestens Mitte März wieder schließen.