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17.11.1989 - 

Nach Rekapitalisierung Konzentration auf den OEM-Markt

Rodime will aus dem Tal mit 3 1/2-Zoll-Workstation-Drive

MÜNCHEN (CW) - Der schottische Laufwerkshersteller Rodime hofft, mit einer Restrukturierung und Rekapitalisierung die Riesenfelge geschafft zu haben und der Pleite entkommen zu sein. 3 1/2-Zoll-Festplatten für Workstations und Minis sind das Material, aus dem sich Rodime ein neues Profil schnitzen will.

Durch Aktienemissionen will Rodime sein Kapital um etwa 41 Millionen Dollar erhöhen: Knapp 134 Millionen junge Stammaktien zu 7 Pence (etwa 10 Cent), ausgegeben per Bezugsrecht von 17 neuen für eine alte Stammaktie, sollen 13,3 Millionen Dollar einbringen; für fast 24 Prozent dieser jungen Aktien liegen endgültige Übernahmeverpflichtungen der Stammaktionäre vor. Zusätzliche 5 Millionen Dollar kommen aus nachrangigen Belegschaftsaktien und aus Vorzugsaktien, für welche die Bank of Scotland und andere Investoren Übernahmeverpflichtungen gezeichnet haben. Diese Gruppe hat sich außerdem verpflichtet, diejenigen jungen Stammaktien zu zeichnen, die von den bisherigen Aktionären nicht übernommen werden.

Die jungen Anteile werden an der New Yorker Aktienbörse nicht erhältlich sein, da sie nicht dem US Securities Act entsprechen; die amerikanischen Eigner alter Vorzugsaktien will Rodime mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Bezugsrechte abfinden.

Rodime steht noch bei einer Reihe von Lieferanten in der Kreide; laut Managing Director Peter Bailey, früher Vice-President bei Control Data Corp., haben diese inzwischen einer Umschuldung von 52 Prozent ihrer Außenstände zugestimmt. Die Bank of Scotland stelle darüber hinaus kurz- und mittelfristige Kreditfazilitäten zur Verfügung.

Nach einer Umstrukturierung beschäftigt Rodime derzeit knapp 850 Arbeiter und Angestellte an drei Standorten. 250 Entlassungen in Glenrothes, Schottland und Boca Raton, Florida (hier sind weitere Kürzungen vorgesehen), standen die Errichtung einer neuen Produktionsstätte mit 430 Arbeitsplätzen in Singapur und 90 Neueinstellungen für den schottischen Service- und Produktionsstandort gegenüber.

Für Ende Oktober hat Rodime den Lieferbeginn von neuen Workstation-Laufwerken der Serie 3000 angekündigt. Das Lieferprogramm für den strategisch bevorzugten Kreis der OEM-Kunden und für Einzelhändler umfaßt 3 1/2-Zoll-Drives mit AT- und synchronen SCSI-Schnittstellen, die formatierte Speicherkapazitäten zwischen 20 und 210 Megabyte bieten sollen. Peter Bailey: "Noch 1990 wollen wir vier Megabyte auf 3 1/2 Zoll anbieten und visieren ein Speicherplatz-Ziel von einem Gigabyte für 1993 an." Dagegen sollen die 5 1/4-Zoll-Laufwerke der Serie 5000 künftig nicht mehr produziert werden. Für das kommende Jahr macht Bailey den Kunden Hoffnung auf ein 2 1/2-Zoll-Laufwerk.

Der "einzige unabhängige europäische Hersteller von Laufwerken", so Bailey, beansprucht die "Erfindung" von Disk-Drives mit dem physischen Speicherformat von 3 1/2 Zoll, Hierüber läuft allerdings noch ein Patent-Streit mit der IBM.