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19.05.1989 - 

Anwenderfreundliche DV-Komponenten unterstützen zielgerichtetes Management:

"Rohstoff Information" wirksam einsetzen

Nach einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung arbeiten in der Bundesrepublik rund 43 Prozent der Beschäftigten an DV-Arbeitsplätzen. Bis zum Jahre 2000 soll dieser Anteil auf 64 Prozent steigen.

Erfolgreiches Warenmanagement setzt, so Peter Kleinmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Gruppe Oberpaur, Stuttgart auf dem NCR Handelsforum, eine Reihe persönlicher Fähigkeiten sowie die effektive Analyse und Kontrolle von Wareninformationen voraus. Obwohl dem Computer eine wichtige Rolle als Informationslieferant zukommt, müssen die Entscheidungen vom Warenmanager unter Einsatz von Erfahrung, Wissen, Kreativität und Intuition getroffen werden.

Gezieltes Kontrollieren auf überschaubaren Ebenen ist laut Kleinmann ebenso wichtig wie die Trennung zwischen strategischen und operativen Maßnahmen, die ein großes Maß an Disziplin beim Manager erfordert. Die Integration der Warenwirtschaft und des kaufmännischen Rechnungswesens bringt ein entscheidendes Informations- und Führungsinstrument, nämlich die koordinierte, konzentrierte Ergebnis-Information. Mit diesem Konzentrat von Manager-Informationen ist im direkten Vergleich die Relation von Waren- und Kostenwirtschaft sichtbar und bietet die Möglichkeit einzugreifen und die Gewichtungen ins rechte Verhältnis zu bringen.

In der Praxis hat sich die Management-Information "Deckungsbeitragsrechnung" als exzellentes Führungsinstrument herauskristallisiert. In der Verbindung mit Vergleichsdaten (ERFA-Gruppe, Verbände) weiß der Manager kurzfristig, welche Abteilungen ertrags- und welche kostenorientiert arbeiten. Die Ergebnisse dieser Deckungsbeitragsrechnung lassen sich als Basis für einen Leistungslohn- beziehungsweise ein Tantiemensystem verwenden und werden so zu einem guten Instrument, die Mitarbeiter - zum Beispiel der mittleren Führungsebene - zu motivieren und in das Erfolgssmanagement einzubinden.

Auch in der Informations- und Kommunikationstechnik gibt es seit einiger Zeit Standards und Trends zur Standardisierung. Sie betreffen Betriebssysteme, Datenbanken, Datenkommunikation sowie Programmiersprachen. Die Einhaltung existierender Standards allein genügt aber nicht, es muß ein Konzept dafür geben, heutige und zukünftige Standards "unter einem Dach" zu integrieren.

Gerade in der Hardware haben sich entscheidend die industriekompatiblen Bauteile und Komponenten herauskristallisiert, die immer mehr auch in den POS-Terminals verwendet werden. Vor allem die Standardbetriebssysteme wie MS-DOS, OS/2 und Unix bieten einen großen Standardisierungsvorteil mit entsprechenden flexiblen Systemkonfigurationen. Hierdurch können leicht neue Peripheriegeräte in das bestehende Systemumfeld integriert werden.

Ein weiterer Baustein sind die Möglichkeiten in der Kommunikation. Dabei ist sowohl die lokale Übertragung als auch die nach außen gerichtete Kommunikation zu betrachten.

Auf dem Gebiet der Datenübertragung sind nach den Ausführungen von Wolfgang Lurg, Direktor Produktmarketing NCR GmbH, Augsburg, eine Reihe von internationalen Standards geschaffen worden.

Für den Anwender ist es wichtig, daß das "Einstiegsfenster" an allen Systemen gleich ist. Optimal ist es, wenn jedes Gerät gleiche Tasten gleiches Layout und gleiche Bedienung aufweisen würde. Für den Benutzer ergibt sich ein einheitliches Erscheinungsbild auf allen Geräten was den Schulungsaufwand erheblich reduziert. Das Ziel der Standardisierungsbestrebungen liegt nach den Worten von NCR-Marketingchef Lurg darin, eine Plattform vorzugeben, auf der die restlichen individuellen Anwenderergänzungen vorgenommen werden.

Nach der Auffassung von Alfred Schmid und Konrad Tschopp von der Genossenschaft Migros, Zürich, die ebenfalls auf dem NCR Handelsforum referierten, wird es im Handel keine Zukunft ohne Scanning geben. Die beiden Referenten dokumentieren ihre Ansicht mit den Ergebnissen eines fünfjährigen Pilotprojektes bei den Genossenschaften Tessin und Zürich, die jeweils fünf Filialen mit Scanning ausgestattet haben. Als quantifizierbare Potentiale ergaben sich unter anderem:

- Mehrumsatz 2 Prozent

- Einsparung an Logistikkosten 10 Prozent

- Zusätzliche Verkaufsfläche (Food- /Trockensortiment) 40 Prozent

- Reduktion der Bestände im Non-Food-Bereich 40 Prozent

- Zunahme Kassenproduktivität 5 bis 10 Prozent

Die Scanning-Experten bei Migros rechnen aufgrund der Piloterfahrungen mit Aufwendungen pro Kasse von zirka 50 000 SFR. Darin inbegriffen sind Kassen, Scanner, Waagen, POS-Rechner, Filialrechner, Bildschirme, Drucker, Kommunikationsnetz, Infrastruktur, Software und Datenbank.

Die Entscheidung über die Scanning-Einführung bei den übrigen zehn Migros-Genossenschaften wird im Laufe dieses Jahres getroffen. Die derzeit bestehende Lösung wird somit ab 1990 nach und nach auf alle Genossenschaften übertragen.