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14.08.1987 - 

Deutsche Bank ab 1988 größter Partner der Beratungsgruppe:

Roland Berger visiert Mittelstand an

MÜNCHEN (CW) - Die deutschen Systemhäuser bekommen eine mächtige Konkurrenz: Über ihren neuen Ableger Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH will die größte deutsche Unternehmensberatungsgruppe, Roland Berger & Partner, ein neues Kundenpotential erschließen. Treibende Kraft bei dem Vorstoß in diese mit Computern unterversorgte Klientel ist die Deutsche Bank. demnächst Bergers größter "Partner".

Mit zunächst 24, ab Ende 1988 aber über 75 Prozent, engagiert sich die Deutsche Bank AG bei der Münchner Unternehmensberatung Roland Berger & Partner (RB&P). Der Gründer und Noch-Mehrheitsgesellschafter der Holding, Roland Berger bleibt allerdings laut Vertrag bis mindestens 1995 im Sattel, obwohl sein eigener Anteil am Kapital auf vier Prozent sinken wird - denn 21 Prozent liegen bei den "Partnern", führenden Consultants aus Bergers Firmengeflecht.

Der Einstieg der Frankfurter Großbank in die RB-Gruppe ist der vorläufige Höhepunkt einer Diversifizierungsstrategie, die auf zusätzliche Dienstleistungen für die mittelländischen Kunden des Instituts gerichtet ist und in der die Datenverarbeitung eine zentrale Rolle spielt. So betätigt sich die Deutsche Bank seit einiger Zeit beispielsweise im Datenbankgeschäft (siehe auch CW Nr. 15 vom 10 . April 1987, Seite 14).

Eine von RB&P im Auftrag der Deutschen Bank erstellte Analyse zeige, so eine Presseverlautbarung des, Finanzkonzerns, einen "großen und rasch wachsenden Beratungsbedarf des Mittelstandes", insbesondere "bei der Planung sowie beim Betrieb von DV-Systemen". Um diesen diagnostizierten Bedarf auch gleich decken zu können, gründete Berger rechtzeitig zum Einstieg des großen Partners die Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH.

Was dieses neue Unternehmen leisten soll, erklärte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bereits ein Banker - Herbert Zapp, Vorstandsmitglied des Geldinstituts: Den "weit mehr als 100 000 mittelständischen Kunden der Deutschen Bank" wolle man das Know-how nutzbar machen, das die Berger-Berater bei der Tätigkeit für Großbetriebe gesammelt haben. Das Konzept der neuen Gesellschaft sehe vor, für "einzelne ausgewählte Problemzonen EDV-gestützte Beratungssysteme zu entwickeln". Durch einen breiten Einsatz sollten sich, so Zapp, die hohen Investitionen wieder amortisieren.