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Umstrukturierung beim amerikanischen Telekom-Riesen:


22.08.1986 - 

Rolm schnappt AT&T Aufträge weg

PHILADELPHIA (CWN) - Eine ernstzunehmende Konkurrenz erwächst dem amerikanischen Telecom-Giganten AT&T aus der IBM-Rolm-Verbindung. Jüngstes Zeugnis dieser Entwicklung ist ein Großauftrag über die Lieferung von digitalen Nebenstellenanlagen, den der pharmazeutische Großkonzern SmithKline Beckman Corporation an Rolm erteilt hat.

Im einzelnen vorgesehen ist die Lieferung von PBX-Systemen mit insgesamt rund

20 000 Anschlüssen. Das Rolm-Equipment soll einschlägige AT&T-Systeme vom Typ "Dimension" und verschiedene Centrex-Dienste ersetzen. Die Höhe des Auftragsvolumens beläuft sich auf zirka 20 Millionen Dollar. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Rolm waren nach Aussagen von SmithKline Beckman in erster Linie die bereits vorhandenen IBM-Anwendungen.

Für AT&T stellt der Auftrag einen Schlag ins Kontor dar, dem man durch Umorganisierungen im eigenen Hause begegnen möchte. So sollen beispielsweise die getrennten Abteilungen "Long-distance-services" und "Equipment manufacturing" wieder zusammengelegt werden. Zur Überwindung der sich anbahnenden Krise hat AT&T außerdem Gespräche auf Managerebene anberaumt.

Aus der Sicht von Branchenanalysten wird mit dieser Auftragsvergabe ein Exempel statuiert, wie das IBM-Rolm-Gespann versucht, bei Telecom-Anwendern verstärkt Fuß zu fassen. Viele Firmen würden nur deshalb auf Rolm setzen, weil sich dahinter eben der Markriese IBM verberge, heißt es in diesem Zusammenhang weiter. Die IBM-Marketingstrategie sehe im Rahmen der Zusammenarbeit mit Rolm unter anderem vor, daß sich die Vertriebsbeauftragten beider Unternehmen gemeinsam um Telecom-Aufträge bemühen.

Trotzdem scheinen AT&T derzeit noch keine Felle wegzuschwimmen. So gab das Unternehmen soeben intern eine Reihe von Top-Verkäufen bekannt.