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17.11.1978

Rondo capriccioso

Kompatibilitäts-Duselei?

Aber auch die Hardware wurde eingriffsfeindlicher: Die Plattenspeicher wurden beim System /38 als Festplattenspeicher im Gehause der Systemeinheit untergebracht.

Fazit: IBM hat sich mit einem eleganten Side-Step von den "Steckerverträglichen" ein Stück abgesetzt - System/3-Anwender als die zukünftigen /38-Benutzer sollen an der Kandare bleiben.

Die Frage ist, ob die IBM-Kunden mitspielen. Folgt man Aussagen der /3-Klientel, dann dürfte ein Alleingang wie weiland die Einführung der 96stelligen Lochkarte für IBM nicht wiederholbar sein. Wahrscheinlich wird die /38 mit ihren Beschränkungen lange Diskussionsstoff liefern.

Etwas mehr Freizügigkeit läßt IBM 370-Kunden, die das Informationssystem 8100 einsetzen. Aber auch hier gibt es eine Sprachlücke: Der 8100-Assembler ist ein anderer Assembler als der für die IBM-Großrechner. Damit dürfte ein Ausbildungsproblem im Rechenzentrum entstehen. Auch das wird wiederum viele Anwender davon abhalten, Produkt-Alternativen für "verteilte Datenverarbeitung" auf dem Markt zu prüfen.

Beide Entwicklungen beantworten indirekt die Frage, ob es für den "Rest der Computerwelt" noch lohnend ist, sich auf IBM-Steckerverträglichkeit zu kaprizieren.

Dieter Gallist, Marketing-Direktor bei NCR, faßt dies in Worte: "Bei der Komplexität der Betriebssysteme heutzutage ist es praktisch ausgeschlossen, die Software eines anderen Großherstellers ordnungsgemäß zu pflegen, es sei denn, man wirft jede Eigenentwicklung über Bord."