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15.09.1988 - 

Microsoft will Presentation Manager aufwerten:

Rooms-Oberfläche soll Windows ergänzen

MENLO PARK (IDG) - Mit einem lizenzpolitischen Schachzug will Microsoft offenbar den Konflikt mit Apple um die Rechte an der Benutzeroberfläche entschärfen und gleichzeitig den Presentation Manager aufwerten.

Zu diesem Zweck, so ist jedenfalls gerüchteweise zu vernehmen, hat Microsoft Verhandlungen mit dem Unternehmen Envos Corp. aufgenommen, einem Spin-off der Xerox Corp. Ziel ist die Nutzung der Envos-Benutzeroberfläche "Rooms". Bei der dieser Software zugrundeliegenden Idee wird der Denkansatz eines elektronischen Schreibtisches, wie er etwa bei der Benutzeroberfläche von Apples Macintosh und ähnlicher Produkte verfolgt wird, durch die Vorstellung eines "elektronischen Bürohauses" ersetzt. Dabei, so der Gedankengang der Entwickler, kann der Anwender eine Reihe maßgeschneiderter "Räume" (Rooms) oder Arbeitsumgebungen einrichten, die ihrerseits wieder mehrere per Maus zu öffnende und zu schließende Fenster (Windows) enthalten können. Mittels "Türen" - einer gedanklichen Kon-struktion in der Art von Hypertext-Verbindungen - ist es möglich, zwischen verschiedenen Räumen hin- und herzuwechseln.

Carl Stork, bei Microsoft für die Entwicklung anspruchsvoller Business-Software zuständig, bestätigte, daß er sich mit Envos-Vertretern treffen und das Rooms-Konzept diskutieren wolle. Lizenzierungsabsichten habe er allerdings nicht, teilte er mit. Die Entwicklungen, die er zu betreuen habe, kämen ohnehin frühestens in zwei Jahren auf den Markt. Auf die Frage, ob der Presentation Manager möglicherweise mit Rooms ausgestattet werden solle, meinte Stork, "deshalb interessieren wir uns dafür". Die Übernahme von Rooms-Elementen in die Benutzeroberfäche Windows würde Apple den Wind aus den Segeln nehmen. Apple führt derzeit einen Prozeß gegen Microsoft wegen möglicher Verletzung von Apple-Patenten durch die Vermarktung von Windows.