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Firmen realisieren primär Katalogdatenaustausch und Bestellverwaltung


27.10.2000 - 

Rosettanet demonstriert die Fähigkeiten seiner Schnittstellen

MÜNCHEN (IDG) - Die Datenaustauschstandards von Rosettanet stellen ihren Nutzen unter Beweis. 37 Firmen setzen die Technologie produktiv ein.

Im Dezember 1999 hat das Industriekonsortium Rosettanet, Santa Ana, die ersten zehn Schnittstellen-Spezifikationen für den Datenaustausch zwischen Business-Anwendungen fertiggestellt. Jetzt, noch nicht einmal ein Jahr später, haben bereits mehr als die Hälfte der 60 Beiratsunternehmen erste Anwendungen in Produktion, die die "Partner Interface Processes" (PIP) verwenden. Weitere zwölf Firmen haben Pilotprojekte aufgesetzt. Damit dürfte Rosettanet eine der erfolgreichsten Initiativen sein, die sich um den standardisierten Austausch von Geschäftsdaten bemüht.

Die meisten Anwendungen nutzen die PIPs zum Verbreiten von Kataloginhalten und für das Bestellwesen. Zum Beispiel kommuniziert Hewlett-Packard (HP) in den USA mit seinen Vertriebspartnern mit Hilfe der Technologie. "Was sonst einige Tage gedauert hat, geht nun in Minuten", erläutert Pete Karolczac, Chief Information Officer bei HP, den Nutzen. Der Hardwarehersteller übermittelt unter anderem Auftragsbestätigung, Bestellstatus und Lieferinformationen mit dem elektronischen Format. Auch in Zusammenarbeit mit seinen Auftragsfertigern kommt die Technik zum Einsatz. Im Net-Server-Bereich können die Vertriebspartner außerdem Konfiguration, Preis und Verfügbarkeit von Computern abrufen.

Für den Zugriff auf häufig abgerufene technische Informationen nutzt Lucent den Standard. Die Entwickler bei dem Netzkomponenten-Hersteller können nun sofort über das Internet die benötigten Produktspezifikationen einsehen. Mit zwei Zulieferern hat Lucent diesen neuartigen Prozess bereits aufgesetzt: ON Semiconductor und Micron Technology. Weitere Komponentenzulieferer werden sich künftig daran beteiligen. Auf diese Weise wird die Produktentwicklung beschleunigt, da Informationen, zum Beispiel über den Stromverbrauch von ON-Technology-Halbleiterprodukten, den Lucent-Designern sofort zur Verfügung stehen. Durch das standardisierte Format reduziert sich außerdem der Implementierungsaufwand enorm, da nicht mit jedem Partner ein eigenes Katalogformat und eine spezielle Austauschtechnologie vereinbart werden müssen.

Obwohl die PIPs primär für den direkten Austausch von Daten zwischen zwei Partnerunternehmen entwickelt worden sind, können sie grundsätzlich auch auf elektronischen Marktplätzen zum Einsatz kommen. Immerhin eine Online-Börse nutzt die Technologie bereits.

PIPs basieren auf der Datenbeschreibungssprache XML und dem Internet-Netzwerkprotokoll TCP/IP. Sie bilden komplette Geschäftsprozesse ab, zum Beispiel einen Bestellvorgang. "XML und TCP/IP integrieren keine Zulieferkette", bringt Colin Evans, Chairman bei Rosettanet, den Unterschied auf den Punkt, "es sind die PIPs, die die Zulieferkette integrieren." Insgesamt hat das Konsortium mittlerweile 53 von geplanten rund 100 PIPs publiziert. Dabei konzentriert es sich auf die Hightech-Industrie. In insgesamt sechs Bereiche ordnen sich die Schnittstellen-Definitionen ein: Publizieren von Firmeninformationen, das zur Verfügung stellen von Produktdaten, Bestellverwaltung, Inventarverwaltung, Austausch von Marketing-Informationen sowie Service und Support.