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24.02.1989 - 

Hamburger fahren im technischen Bereich jetzt zweigleisig:

Rotring bringt CAD- Programm für OS/2

HAMBURG(CW)-Das erste CAD- Programm für OS/2 hat das Hamburger Unternehmen Rotring Eurocard vorgestellt. Der High-Tech-Ableger des nordischen Reißbrettherstellers will es als strategisches Produkt für den OS/2-Markt positionieren. Die Abhängigkeit von dem Werdegang des Betriebssystems könnte den Managern an der Elbe jedoch Kopfschmerzen bereiten -OS/2 hat noch Akzeptanzprobleme.

Das Programm mit dem Namen "Desikon" dient der mechanischen Konstruktion und Fertigung in mittelständischen Betrieben und ist als Nachfolger des bisherigen Programmes RDS40 M konzipiert. Dessen Benutzer können auf das neue CAD-Programm umsteigen, ohne den vorhandenen Zeichnungsbestand zu verlieren. Desikon kann die Daten integrieren und weiterverarbeiten. Geblieben ist auch die gewohnte Benutzerphilosophie. Die Software wurde unter der OS/2-Version Extended Edition 1,1 entwickelt. Herstellerangaben zufolge lassen sich OS/2 -Komponenten Datenbank, Kommunikation und vor allem die Multitasking-Fähigkeit voll einsetzen. Das integrierte Hybridmodell ist modular aufgebaut, ein Nachladen von Programmen für den Übergang von einer 2D- zu einer 3D-Zeichnung entfällt. Die vorhandenen Daten werden einmal generiert und anschließend in einer allen Komponenten gemeinsamen Datenbasis zur Verfügung gestellt.

Desikon umfaßt weiterhin eine automatische perspektivische Ansicht und ermöglicht die Simulation von NC Informationen. Ein Online-Hife-Menü enthält das komplette Handbuch für Desikon. Anwendern, die Ihre zuletzt durchgeführten Operationen vergessen haben, hilft ein sogenanntes "History-Board" auf die Sprünge, des die letzten Befehle auflistet. Ein integrierter Kommando-Interpreter setzt die Befehle des Benutzers in Basic um: Die so entstandenen Programmzeilen lassen sich anschließend editieren und für beliebige Anwendungen einsetzen.

Bis Ende dieses Jahres will das Unternehmen ein Application-Interface für DOGS-Funktionen entwickeln den Zugang zu bestehenden DIN-Katalogen ermöglichen und ein Vektorformat für CAD-Zeichnungen erstellen. Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung des OS/2-LAN-Managers sowie eine Schnittstelle zur IBM-Datenbankabfragesprache SQL. Geplant ist auch ein KI-Interface. Komplett mit NC-Programmierung liegt der Preis für das Programm bei 40 000 Mark, ohne NC-Modul bei 30 000 Mark. Ab Mai soll die Software lieferbar sein.

Den Anwendern der Unix-Software DOGS von Pafec versprach Geschäftsführer Werner Pflug, diesen Markt auch weiterhin abzudecken und kündigte ein Nachfolgeprodukt zum kommenden Jahr an. Für sein Unternehmen seien OS/2 und Unix für den technischen Sektor gleichermaßen interessant, weil der Markt genügend Platz für beide Welten biete. Rotring wolle in beiden Fällen dabei sein. Desikon solle in erster Linie RDSM-Kunden bedienen und das Marktpotential erschließen, das sich mittelfristig mit PS/2-Rechnern in einer SAA-Umgebung eröffnen würde.