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Mehrere Anwender teilen sich einen ADSL-Anschluß


03.12.1999 - 

Router-Lösung zur Netzanbindung von Außenstellen via T-DSL

MÜNCHEN (CW) - Valuesoft stellt eine Router-Lösung für ADSL-Breitbandanschlüsse vor. Dabei nutzen mehrere Anwender gemeinsam einen ADSL-Zugang für die Anbindung an ein Firmennetz oder das Internet.

Im April dieses Jahres fiel der Startschuß für den ADSL-Dienst (ADSL = Asymmetric Digital Subscriber Line) der Deutschen Telekom. Der "T-DSL" getaufte Breitbandnetzzugang sorgte nicht nur wegen seiner möglichen Übertragungsraten für Schlagzeilen: Mit Kosten von rund 200 Mark pro Monat geriet der Dienst auch überraschend teuer.

Interessanter wird das Telekom-Angebot, wenn sich mehrere Nutzer einen ADSL-Zugang teilen. Zumindest downstream erlaubt die zur Verfügung stehende Bandbreite von 768 Kbit/s - das Zwölffache eines normalen ISDN-Anschlusses - auch einer kleinen Gruppe das zügige Arbeiten mit dem Internet, solange nicht die gesamte Mannschaft zeitgleich komplexe Multimedia-Präsentationen konsumiert.

Web-Zugang für kleine Unternehmen

Diesen Umstand nützt ein von der in Kirchheim ansässigen Valuesoft GmbH entwickelter Router. Der Hersteller hat mit dem "Gateland" kleine Unternehmen im Visier, die anstelle von mehreren Internet-Zugängen mit entsprechenden IP-Adressen eine einzige Anbindung bevorzugen. Einen weiteren Einsatzbereich hat Valuesoft bei Unternehmen ausgemacht, die dezentrale Büros, Außenstellen und Filialen in ihr Netz einbinden wollen.

Das Gerät ist modular aufgebaut und von einem S0-Standard-ISDN-Zugang bis hin zum Anschluß an einen Primärmultiplexkanal (S2M) erweiterbar. Die Standardspeicherausstattung mit 16 MB RAM und 4 MB Flash-ROM läßt sich gegebenenfalls an höhere Anforderungen anpassen. Ein integrierter Dynamic-Host-Configuration-Protocol- (DHCP-) Server stellt die lokalen IP-Adressen automatisch bereit und verwaltet diese.

Das im Gateland enthaltene Virtual Common Applications Programming Interface (VCAPI) simuliert die ISDN-Karte in den einzelnen PCs. Obwohl der Router nur einen ISDN-Anschluß benötigt, verhalten sich die Rechner so, als hätten sie eine eigene Anbindung. Die Schnittstelle kann zudem von anderen CAPI-Applikationen genutzt werden. Dies ermöglicht laut Hersteller den Betrieb des Gateland als Telematik-Server für die Intergration von Fax, Telefonie, Euro-File-Transfer sowie Mailbox- und Fernwartungsprogrammen.

Um die Zweigstelle vor unerlaubten Nutzungen durch nicht autorisierte Anwender und unberechtigten Zugriffen aus dem Internet zu schützen, verfügt die Lösung über eine Firewall. Deren Paketfilter lassen sich separat pro Interface für das Netz, einzelne Clients oder Server und die verschiedenen Dienste (FTP, HTTP, E-Mail etc.) einstellen. Damit ist es beispielsweise möglich, FTP-Zugriffe von außen auf wenige User einzuschränken und die Transferrichtung sowie die übertragenen Dateien zu kontrollieren.

Eine grafische Oberfläche hält den Netzverwalter über die Nutzer und deren Aktivitäten sowie den Zustand der Leitungen auf dem laufenden. Administratoren sollten aufmerken, wenn der Gateland unvermutet das Wort an sie richtet - das Gerät ist mit Sprachfunktionen ausgestattet, die Probleme über vorgegebene Wave-Dateien auf Wunsch auch telefonisch melden. Das IT-Budget belastet der sprechende Router mit rund 1500 Mark.