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Ausnahmesituationen


19.01.1979 - 

Routinemäßige Kontrollen und Inspektionen

Flackernde oder nicht mehr richtig zündende Leuchtstofflampen sollten sobald wie möglich gegen neue ausgetauscht, zumindest aber abgeschaltet werden, da sich in diesem Betriebszustand die Drosselspule gefährlich hoch erwärmt.

Besondere Aufmerksamkeit ist auf die ständige Funktionsfähigkeit der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen zu richten. Diese Anlagen dürfen auch nicht vorübergehend blockiert werden; Reparaturen sind so schnell wie möglich durchzufahren.

Außerhalb der Betriebszeit sollte das Rechenzentrum regelmäßig kontrolliert werden. Das Kontrollpersonal muß genau informiert werden, was bei den Kontrollgängen zu beachten und wer bei außergewöhnlichen Vorfällen zu verständigen ist. Es empfiehlt sich, die zuständigen Dienststellen beziehungsweise Personen und deren Telefonnummern auf einem Anschlag im RZ bekanntzugeben.

Die Alarmsignale der automatischen Überwachungseinrichtungen sind außerhalb der Betriebszeit an eine ständig besetzte und dafür in Frage kommende Stelle (Nachtpförtner, Werkschutz, Feuerwehr) weiterzuleiten. Es muß sichergestellt sein, daß alle diese Personen die Bedeutung der Signale kennen und daß ihnen eine detaillierte Anweisung vorliegt, welche Maßnahmen auf die Signale hin zu ergreifen sind. Die Praxis hat gezeigt, daß solche Vorschriften sehr schnell veralten. Sie sind daher in relativ kurzen Zeitabständen auf ihre Aktualität - ebenso wie die Kenntnisse des Kontrollpersonals - zu überprüfen. Für Betriebe, die über keine ständig besetzte Stelle verfügen, bieten automatische Telefonnotrufgeräte die Möglichkeit, den Alarm in die Privatwohnung von verantwortlichen Personen weiterzuleiten.

Alle technischen Anlagen, die nicht regelmäßig gewartet werden, sollten wenigstens einmal im Jahr einer genauen Inspektion unterworfen werden. Insbesondere gilt dies für die komplette elektrische Installation, das heißt Beleuchtung, Notbeleuchtung, Steckdosenkreise und die Anschlußschnüre aller beweglichen Geräte. In kürzeren Zeitabständen sollte ein Blick in den Doppelbcden-Bereich geworfen werden, ob nicht Wasser eingedrungen ist, sich Schmutz abgelagert hat oder Abfälle und Papierreste (von den letzten Arbeiten) herumliegen, Man sollte auch kontrollieren, ob genügend Hebewerkzeuge für die Platten griffbereit und sichtbar angebracht sind, um bei Gefahr die Platten schnell entfernen zu können.

An eine Überprüfung der Wasser- und Abwasserinstallation auch in den angrenzenden Räumen wird häufig nicht gedacht. Eine Reihe von Wasserschäden hat gezeigt, daß besonders auf freien, ungehinderten Ablauf des Abwassers zu achten ist. Die Deckenverkleidung soll etwa einmal jährlich inspiziert werden, ob sich außergewöhnlich viel Schmutz abgelagert hat.

Nicht zuletzt sollten die getroffenen Schadenverhütungsmaßnahmen hin und wieder überdacht werden, ob sie zu verbessern, zu erweitern oder neuen Gegebenheiten, etwa Umbauten, anzupassen sind.

Um all die Kontrollmaßnahmen, die häufig nur ein paar Minuten Zeit erfordern, nicht aus dem Auge zu verlieren, empfiehlt sich eine Checkliste, die Maßnahme, Ort und Termin erfaßt.

Wartung

Der sichere und reibungslose Betrieb eines Rechenzentrum hängt ganz wesentlich von regelmäßiger und konsequenter Wartung aller technischen Einrichtungen ab. Im allgemeinen wird die Wartung durch Verträge mit Hersteller- beziehungsweise Lieferfirmen sichergestellt.

Beim Abschluß des Wartungsvertrages für die Klimaanlage sollte beachtet werden, daß die Wartungsfirma im Störungsfall auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten über einen Notdienst verfügt. Trotz aller Verträge muß der EDV-Betreiber überwachen, daß die Wartung sowohl fachmännisch als auch termingerecht durchgeführt wird. Eigenes Personal sollte nur dann die Wartung übernehmen, wenn es genügend ausgebildet wurde, wenn genug Leute, zur Verfügung stehen und wenn eine regelmäßige Wartung durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt ist.

Für die Klimaanlage ist eine etwa vierteljährliche Wartung üblich, in die auch Meß- und Registriereinrichtungen für die Klimaüberwachung einzubeziehen sind. Je nach Art der verwendeten Meßgeräte ist von Zeit zu Zeit eine Nachprüfung notwendig.

Auch die Stromversorgungsanlage, die Brandmelde- und die automatische Feuerlöschanlage sowie andere technische Einrichtungen (zum Beispiel Kleinlastaufzüge) funktionieren zuverlässiger, wenn sie regelmäßig gewartet werden. Jedoch entbindet eine regelmäßige Wartung, einerlei ob von fremden Firmen oder werkseigenem Personal, die Verantwortlichen des Rechenzentrums nicht von einer eigenen, regelmäßigen Überprüfung des Betriebsverhaltens aller Einrichtungen.

Reinigung und Pflege der Räume

Auch solch selbstverständliche Vorgänge wie das Reinigen von Räumen bedürfen im Rechenzentrum besonderer Aufmerksamkeit. Zum einen, weil Staub und Schmutz den Maschinen schadet und besonders, weil Papierstaub zusätzlich leicht entzündbar ist und ausgezeichnet brennt; zum anderen gibt es Reinigungsmittel, die nicht nur reinigen, sondern auch korrosiv wirken und zwar so stark, daß schon in mehreren Fällen ganze Geräte ausgetauscht werden mußten. Es ist ratsam, den EDV-Hersteller nach unbedenklichen Reinigungsmitteln zu fragen. Auch das Reinigungspersonal sollte gezielt ausgesucht und auf die sorgsame Behandlung der EDV-Geräte hingewiesen werden. Derartige Belehrungen sind regelmäßig zu wiederholen. Zur Vermeidung von Schäden an besonders stoßempfindlichen Geräten sollen keine schweren elektrischen Reinigungsgeräte eingesetzt werden.