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25.09.1992 - 

Tanzt Big Blue auf dem "Vulcan"?

RS/6000 möglicherweise mit der 860-CPU von Intel ausgestattet

LONDON (CW) - Die Zeiten entspannter Entwicklungsaktivitäten scheinen bei der IBM vorbei zu sein. Mittlerweile setzen einzelne Abteilungen andere blaue Divisionen unter Druck, wenn Projekte nicht schnell genug voranschreiten: Aktuelles Beispiel ist die Entwicklungsabteilung für eine Parallelmaschine auf Basis der RS/6000-Architektur.

Im November 1992 noch hatte Big Blue verlauten lassen, daß man mit einer 64-Bit-Implementation der Rios-Architektur bis Mitte der 90er Jahre rechnen könne. Neuesten Informationen zufolge, die das US-amerikanische Magazin "Electronic News" erfahren haben will, ist dieser Zeitrahmen auf Ende des kommenden Jahres revidiert worden.

Druck auf die blaue F&E-Abteilung in Austin, Texas, übt angeblich die IBM-Division Highly Parallel Supercomputing Systems Laboratory in Kingston im Bundesstaat New York aus. Den Nordostamerikanern gehen die Entwicklungsarbeiten an der IBM-eigenen 64-Bit-RISC-Implementation in der texanischen Bundesstaatshauptstadt offensichtlich nicht schnell genug. Diese soll in Big Blues zukünftige moderat-parallele Rechnersysteme eingebaut werden.

Die Texaner haben sich deshalb nach Meldung von "Electronic News" auf einen vorübergehenden Lückenbüßer geeinigt: Danach soll Intels nicht unbedingt erfolgreiche 860-RISC-CPU in einem System verwendet werden, das in der Planung so weit vorgerückt sei, daß mit einer Präsentation des "Vulcan"-Projektes für November gerechnet wird. Es soll ein neues Backplane-Design aufweisen und bis zu 64 Prozessoren unterstützen.

Als Nachfolgemodell zu dem erst noch vorzustellenden Vulcan-Rechner soll Ende 1993 eine 64-Bit-Rios-Implementation folgen. Auch für DECs neuen Hoffnungsträger, die Alpha-CPU, scheint sich die IBM nach den Informationen zu interessieren, um eine 64-Bit-Implementation zu verwirklichen.

Auf ein anderes Marktsegment - nämlich das der Tischrechner - richtet sich übrigens die Rios-Variante, an der die IBM zusammen mit Apple und Motorola innerhalb des Power-PC-Projektes arbeitet.