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04.07.2006 - 

Kolumne

RSA passt zu EMC

Dieser Einkauf war vielleicht ein bisschen teuer, aber stimmig. Sinn ergibt die Übernahme aus zwei Gründen: RSA passt zum Ausbau des Security-Geschäfts, das EMC-Chef Joe Tucci neben den Bereichen VMWare, Content-Management und Storage Virtualisation über eine Milliarde Dollar Umsatz pro Jahr hieven will. Außerdem stellt der Sicherheitsansatz von RSA den Schutz der Daten selbst durch Verschlüsselung und die Zugriffsregelung auf diese Daten durch Authentifizierung in den Mittelpunkt. Damit unterscheidet sich die Company von anderen Security-Anbietern wie Symantec, Verisign oder Microsoft, die den Schutz vor Hackern und bösartigen Programmen durch Firewalls, Scanner und Intrusion-Prevention-Systeme realisieren. Der RSA-Ansatz passt zur EMC-Strategie, in deren Mittelpunkt inzwischen der so genannte Information Life Cycle steht, der wiederum die Bereiche Content-Management, den Schutz und das Speichern und Archivieren dieser Inhalte umfasst. EMC beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Frage, wie Unternehmen ihre wertvollen Daten und Informationen verwalten - unabhängig davon, ob dafür Hardware, Software oder Services notwendig ist. Das hat eine nachvollziehbare Logik. Anwender hätten den Vorteil, ihre Informationsverwaltung aus einer Hand beziehen zu können.

Nicht ganz ins Bild passt VMWare. Mit dem gleichnamigen Produkt der 2004 übernommenen Company lassen sich unter Windows und Linux mehrere virtuelle Rechner auf einer Maschine installieren. Das hat den Vorteil der besseren Kapazitätsausnutzung und der höheren Sicherheit. Zwar lassen sich auch diese Funktionen mit etwas gutem Willen den beiden Geschäftsfeldern Sicherheit und Virtualisierung zuschreiben, aber dass Tucci VMWare als eigenes Geschäftsfeld ausweist, spricht dafür, dass es auch für EMC aus dem selbst gesteckten Rahmen des Information Life Cycle Managements fällt. Deshalb stellt sich die Frage, ob EMC es wirklich schafft, das "artfremde" VMWare wie angekündigt über die Milliardenschwelle zu heben.

Fest steht jedenfalls: Wenn Tucci weiter in dem Tempo Unternehmen aufkauft, muss er peinlichst darauf achten, die Definition von Information Life Cycle Managament nicht zu weit zu fassen. Sonst fehlt das gemeinsame Dach und damit die Nachvollziehbarkeit für die Kunden. Die Akquisitionen würden zu einem Bauchladen führen.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.