Fieldbook E1 von Logic Instrument im Test

Ruggedized-Tablet mit Nehmerqualitäten



Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.

Zahlreiche Anschlüsse

Relativ gut ausgestattet ist das Fieldbook E1 auch, was die Konnektivität anbelangt. Das Gerät unterstützt NFC, GPS und RFID, funkt mit WLAN a/b/g/n sowie Bluetooth 4.0. Außerdem ist es möglich, (auch) nachträglich ein Mobilfunkmodul (3,5G oder LTE) einzubauen, falls sich der Bedarf im Laufe der Nutzung ergeben sollte. Auch bei den Anschlussmöglichkeiten wurde nicht gespart: Unter wassergeschützten Abdeckung an der linken Seite befinden sich Kopfhörerausgang, Buchsen für HDMI und microUSB (MHL und USB-to-Go fähig) sowie Steckplätze für eine microSIM und eine microSD-Karte, falls die eingebauten 32 oder 64 GB Speicher nicht ausreichen.

Rechts an der Seite sitzt unter einer Abdeckung zudem ein separater Anschluss für das Ladekabel, optional kann das Gerät jedoch auch über die microUSB-Schnittstelle aufgeladen werden. Apropos Laden: Mit 10.000 mAh ist die Kapazität des fest verbauten Akkus groß genug gewählt, um notfalls auch eine Doppelschicht ohne Nachladen zu überstehen. Logic Instrument verspricht eine Laufzeit von zwölf Stunden im Dauerbetrieb - im Test hielt das als Vorführgerät gebrauchte Tablet trotz des ziemlich stromfressenden Chipsets immerhin (und das problemlos) einen ganzen Arbeitstag bei mittlerer Belastung durch.

Neben dem nachrüstbaren Mobilfunkmodul zeichnet sich das Fieldbook E1 auch in weiteren Punkten durch seine Flexibilität aus. Während es trotz hoher Stückzahlen (und sicherlich auch großem Interesse) ein Ding der Unmöglichkeit ist, bei Apple ein iPad ohne Kamera zu bekommen, bietet Logic Instrument für sein Tablet verschiedene Docking- und Halterungsoptionen für Büro oder Fahrzeug - die dazugehörigen Schnittstellen und Gewinde sind bereits am Gerät unten beziehungsweise auf der Rückseite vorhanden. Auch ein Tragegurt, Zusatzakkus oder Erweiterungen für LAN und serielle Schnittstelle (RS232) stehen auf der Zubehörliste. Damit nicht genug, fertigt der Hersteller auf Kundenwunsch weiteres Zubehör an, um das Gerät an die gewünschte Arbeitsumgebung anzupassen. Auch eine Garantieverlängerung von zwölf auf 36 Monate befindet sich auf der Liste der möglichen Extras.

Plain Android - wenn auch nicht ganz frisch

Die Anwendung "Field Control" bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten
Die Anwendung "Field Control" bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten

Über die installierte Software muss man nicht viele Worte verlieren: Als Betriebssystem ist auf dem Fieldbook das nicht ganz frische, dafür aber stabile Android 4.2.2 "Jelly Bean" installiert. Apps können auf gewohnte Weise über den Google Play Store geladen werden, wobei die Liste der vorinstallierten Anwendungen kurz ist. Erwähnenswert ist dabei hauptsächlich "Field Control", eine eigene Kontrolloberfläche für Administrationseinstellungen auf dem Tablet. Mit der App kann der Administrator oder autorisierte Anwender bis zu drei Benutzerprofile festlegen und die auf der rechten Geräteseite angebrachten vier Funktionstasten (F, F1-3) konfigurieren. Diese ermöglichen dann einen Schnellzugriff auf wichtige Funktionen wie Barcodescanner, Webcam, Browser oder aktivieren Bluetooth respektive NFC.

Fazit: Kein Tablet für jedermann, aber...

Nach etwas zögerlicher Annäherung entpuppte sich das Fieldbook E1 während des Tests als äußerst interessantes Gerät. Zwar wird es weder Geschwindigkeitsrekorde erzielen, noch Schönheitswettbewerbe gewinnen, dafür machen aber die vielfältigen Möglichkeiten, das Gerät an die jeweiligen (Arbeits-)Bedingungen anzupassen, durchaus Laune und zeigen auf, wo Hersteller wie insbesondere Apple noch nachbessern könnten. Ansonsten ist das Tablet von Logic Instrument natürlich ein klares Arbeitsgerät und bei einer Preisempfehlung von 1065 Euro vor Steuern für Otto Normalverbraucher sicher auch viel zu teuer. Während hier die meisten Anwender mit einer Spezialhülle oder einem wasserdichten Tablet besser beraten sind, sieht die Rechnung im Business-Umfeld, wo die Geräte über mehrere Jahre unter oft rauen Bedingungen im Dauereinsatz sind, etwas anders aus.

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