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20.08.1982

Rumänische Technologie lehnte sich bislang an den Westen an: Mit Eigenentwicklungen Importe reduzieren

BUKAREST (CW) - Die Entwicklung der elektronischen Rechnertechnik in Rumänien ist seit ihren Anfängen von einer engen Zusammenarbeit mit westlichen Unternehmen gekennzeichnet. Vor allem die Kooperation mit der französischen Cii war für die Rumänen bestimmend.

So wurden Rechner der "Felix-Serie" auf der Grundlage von Lizenzen der Compagnie Internationale pour l'Informatique (Cii) hergestellt. Auch die amerkanische Control Data Corp. (CDC) ist seit Anfang der siebziger Jahre in Rumänien aktiv. 1973 wurde zwischen der CDC und der Industriezentrale für Elektronik und Rechentechnik, Bukarest, ein Vertrag über die Gründung einer gemischten Gesellschaft, der ROM Control Data (RCD), abgeschlossen. Der Vertrag sah die Produktion von Peripheriegeräten vor. Mit einer solchen stark westlich orientierten Haltung hatten die Rumänen zu erkennen gegeben, welchen Weg sie auf dem Gebiet der elektronischen Rechentechnik einschlagen wollen. Ihr Interesse galt weniger einer weitgehenden Kooperation im Rahmen der "Eser", sondern vielmehr der Berücksichtigung nationaler Interessen. Besonders aktiv waren die Rumänen bei der Entwicklung des seit 1974 bestehenden Systems der Kleinrechner (SKR). Bis 1990 sollen die Eigenentwicklungen auf 80 bis 90 Prozent anwachsen.

Elektronische Datenverarbeitungsanlagen werden unter der Leitung der Industriezentrale für Elektronik und Automation, Bukarest, hergestellt. Dieser Zentrale unterstehen unter anderem das Unternehmen für elektronische Rechenmaschinen mit Werken in Bukarest und Siebenbürgen sowie das Unternehmen für Datenspeicherung in Temesvar. Mit der Produktion von Rechnerhardware beschäftigen sich darüber hinaus Elektromures sowie Automatica, beide in Bukarest ansässig. Für den Im- und Export rechentechnischer Erzeugnisse ist das Außenhandelsunternehmen Electronum, Bukarest, zuständig.

Auf dem rumänischen Markt werden unter anderem folgende Geräte produziert:

- die programmierbaren Steuerungen auf Mikrorechnerbasis AP 101 und AP 107 (für Industrieroboter)

- der Minirechner Independent 102

- der Minirechner 1 - 100 in modularer Bauweise (8-Bit-Rechner mit Mikroprogrammspeicher)

- das Mikrorechnersystem M 118

- Kleinrechner vom Typ Coral

- Rechner aus der "Felix-Familie".