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19.11.1999 - 

IT-Stellenanzeigen in Zeitungen

Rund um das Internet entstehen die meisten IT-Jobs

MÜNCHEN (hk) - Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Stellenanzeigen für Internet-Spezialisten in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ausgewertet wurden 40 Tageszeitungen und die COMPUTERWOCHE.

In den ersten neun Monaten ist nach Berechnungen des Mediendienstes EMC/Adecco die Zahl der Jobofferten in den Zeitungen geringfügig zurückgegangen. Das hat insofern noch nicht viel zu bedeuten, als bekanntlich immer mehr Firmen ihre Anzeigen auch via Internet schalten und alternative Rekrutierungswege suchen.

Die bloße Zahl von Stellenanzeigen sagt also wenig aus. In den jüngsten Stellungnahmen, die beispielsweise auf dem IT-Trainingskongreß in Bonn zu hören waren, hieß es, daß weit über 100000 Stellen unbesetzt seien. Die meisten Vortragenden, die sich zu diesem Thema geäußert haben, gehen davon aus, daß sich die Situation in den nächsten Monaten verschlechtern wird.

Laut EMC/Adecco-Auswertung schnitten in den ersten neun Monaten vor allem die Telekommunikationsanbieter und die privaten Dienstleister gut ab. Stärker als im Vorjahr stellen auch die Verlage und der öffentliche Dienst, hier insbesondere die Krankenhäuser, IT-Experten ein. Bei keiner Branche ist ein starker Rückgang zu verzeichnen. Der Vergleich der einzelnen Firmenbereiche gibt ein anderes Bild. So ging die Zahl der gesuchten IT-Spezialisten im Marketing von rund 900 auf 300 zurück. Und auch der Innenvertrieb zeigt in diesem Jahr weniger Interesse an Computerfachleuten (Rückgang von 3061 auf 2066 Stellen). Ein leichtes Plus registrierten dagegen die Produktion und das Controlling, während die IT-Abteilung auf hohem Niveau stagniert.

Auch bei den Ausbildungsanforderungen läßt sich eine leichte Trendwende erkennen. Die Zahl der Anzeigen, in denen explizit ein Informatiker gesucht wurde, ist stark zurückgegangen von etwa 22000 auf 17000. Wahrscheinlich sind die Firmen ernüchtert und wissen, daß es so gut wie nicht möglich ist, diese seltene Spezies zu finden, geschweige denn zu bezahlen. In dieses Bild paßt, daß sich die Zahl der Offerten, in denen ganz allgemein ein Studium verlangt wird, mehr als verdoppelt hat.

Die Verteilung auf einzelne Berufsbilder ist durch eine Entwicklung charakterisiert, die sicherlich einige E-Commerce-Päpste bestätigen wird. Die Zahl der Anzeigen für Internet-Spezialisten hat sich nämlich im Untersuchungszeitraum mehr als verdoppelt, und zwar von knapp 800 auf 1600.

Ebenfalls ein Plus verzeichnen die Netzwerkexperten, hier insbesondere die Netzwerk-Manager und die Vertriebsprofis. Auf hohem Niveau dagegen stagniert die Nachfrage nach Mitarbeitern in der Anwendungsentwicklung und der Systemprogrammierung. Nachdem sich abzeichnet, daß die Jahr-2000-Projekte zu Ende gehen, dürfte es nicht überraschen, daß weniger Mainframe-Spezialisten gesucht werden (Rückgang von 2600 im Vorjahr auf 1600 Offerten).