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11.06.1999 - 

Fluggesellschaften zahlen lieber Aufpreis auf Versicherungspolicen

Rußland verdrängt Jahr-2000-Problem

MÜNCHEN (vwd/CW) - Rußlands Computersysteme sind für das Jahr-2000-Problem nicht gerüstet. 60 Prozent der Software, die in staatlichen Einrichtungen zum Einsatz kommt, ist nicht fit für den Datumswechsel, zahlreiche Fluggesellschaften sind es ebenfalls nicht. Zudem fehlt das Geld für eine rechtzeitige Umstellung.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Regierungskommission unter Leitung von Wladimir Bulgak. Bereits Anfang des Jahres hatte der Vorsitzende der Kommission auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, 60 Prozent aller Software in staatlichen Stellen müßte ausgetauscht werden. Ähnlich hoch dürfte auch der Anteil jener gefährdeten Computersysteme sein, die in russischen Unternehmen, Banken und Dienstleistungseinrichtungen arbeiten.

Auch in Regierungs- und Unternehmenskreisen würden die Verantwortlichen mittlerweile erkennen, daß nur noch wenig Zeit bleibt, die Jahr-2000-Problematik zu bewältigen. Viel zu lang sei eine Beschwichtigungstaktik verfolgt worden.

Allein die Vorbereitung aller staatlichen Computersysteme auf die Zeitwende soll, so aktuelle Schätzungen, rund eine Milliarde Dollar kosten. Da aber die nötigen Gelder für eine Umstellung fehlen, waren Ende April 1999 erst rund 30 Prozent aller in Rußland zum Einsatz kommenden DV-Anlagen Jahr-2000-fit.

Nach Informationen des Föderalen Luftfahrtdienstes (FAS) sollen zahlreiche Fluggesellschaften des Landes mit Hinweis auf finanzielle Engpässe lieber einen Jahr-2000-Aufschlag auf Versicherungsprämien für ihre Haftpflichtpolicen hingenommen haben, als sich um die noch fehlenden Mittel für die Überprüfung ihrer Computersysteme und deren Software zu kümmern.