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19.11.1998 - 

Softwaretochter ins Feld geschickt

RWE positioniert Cheops gegen R/3-Module für Energieversorger

DRESDEN (bi) - Alternativ zum R/3-basierten SAP-Produkt "IS-U" für den Markt der Energieversorger kündigt die IFS GmbH, Eschborn, 100prozentige Tochter der RWE, ihr objektorientiert entwickeltes Konkurrenzprodukt "Cheops" an. Shipments des in Java codierten Kundeninformationssystems sollen nahezu zeitgleich Anfang 1999 mit denen der Walldorfer erfolgen.

Gleich vier Partner hat sich der Energiebranchen-software-Spezialist IFS ins Boot geholt:

- die Price Waterhouse Coopers GmbH, Hamburg, eine Tochter der PWC Deutsche Revision AG, deren Prioritäten in globalen Märkten, speziell den USA, liegen;

- die CSC Ploenzke AG, die mit Eigenentwicklungen und beispielsweise SAP-Einführungen in der Energiewirtschaft bereits kräftig Fuß gefaßt hat;

- die Schitag Ernst & Young Unternehmensberatung GmbH, Stuttgart;

- die Systema Unternehmensberatung für Informationstechnik GmbH, 100prozentige Tocher der PDV Unternehmensberatung GmbH, Hamburg, die sich als Lösungsanbieter im Energieversorger-Markt positioniert hat.

Diese Consulting-Firmen sind in erster Linie Partner in Strategie und Beratung der Kundenunternehmen sowie bei deren Neuorganisation und für die eigentliche Einführung. Bei Cheops gehe es nämlich nicht mehr "nur" um Customizing, also das Einstellen von Parametern. Es müßten Aufbau, Struktur und der gesamte Ablauf in den Unternehmen geändert werden.

Die Partnerverträge enthalten keine Exklusiv- oder Ausschließlichkeitsvereinbarungen. Die von IFS angebotenen Leistungen sollen von zertifizierten Partnern zum Aufbau eigener Fachkompetenz genutzt werden. Erklärte Strategie "ist es, eine führende Position und langfristig die Marktführerschaft im Segment Energie- und Versorgungswirtschaft zu erreichen", so IFS-Marketing-Chef Claus Hajek zur internationalen Vermarktung von Cheops. Das würde einem Marktanteil von 30 Prozent entsprechen oder Lizenzgebühren von 1,5 bis 2,0 Milliarden Mark über fünf Jahre.

Dafür stehen die Chancen nicht schlecht, wie sich jetzt auf einer Kundenveranstaltung der IFS in Dresden abzeichnete. Zwar zeigten sich die potentiellen Cheops-Anwender erwartungsgemäß zurückhaltend, weil SAP mit betriebswirtschaftlicher Standardsoftware bei den Energieversorgern seit langem einen Stein im Brett hat, doch überzeugten neben der Modernität der Cheops-Entwicklung, wie Objektorientierung (Corba), Java und Plattformunabhängigkeit, vor allem der "Produktgenerator", der in dem deregulierten Markt für entscheidende Zeit- und Kostenreduzierungen sorgen könnte. Präsentiert wurde ein Beispiel mit Internet-Einbindung von Kundenanfragen.