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07.08.2009

RWE: Prüfung von bulgarischem KKW-Projekt nicht überraschend

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Energiekonzern RWE hat die Infragestellung des geplanten Kernkraftwerks (KKW) in Bulgarien durch dessen neue Regierung als nicht überraschend bezeichnet. "Dass Großprojekte wie Belene durch eine neue Regierung überprüft werden, ist völlig nachvollziehbar", sagte ein Sprecher der Essener RWE AG am Freitag Dow Jones Newswires.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Energiekonzern RWE hat die Infragestellung des geplanten Kernkraftwerks (KKW) in Bulgarien durch dessen neue Regierung als nicht überraschend bezeichnet. "Dass Großprojekte wie Belene durch eine neue Regierung überprüft werden, ist völlig nachvollziehbar", sagte ein Sprecher der Essener RWE AG am Freitag Dow Jones Newswires.

Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, dass die Regierung in Sofia in der nächsten Woche voraussichtlich das Aus für das Projekt verkünden werde. Die Finanzierung des Projekts sei nicht gelungen, schrieb die Zeitung.

Der Konzernsprecher erklärte, dass RWE mit den Partnern im Gespräch über das Projekt sei. Im Rahmen der derzeit laufenden Entwicklungsphase würden alle wichtigen Punkte, unter anderem auch die Finanzierung, geklärt. "Dies wird wie angekündigt bis Mitte 2010 dauern. Erst dann wird der Aufsichtsrat eine endgültige Entscheidung treffen", sagte er.

RWE hat gemeinsam mit der staatlichen Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet und hält daran 49%. Das geplante Atomkraftwerk soll aus zwei Reaktoren mit je 1.000 Megawatt Leistung bestehen, als Investitionssumme sind insgesamt rund 4 Mrd EUR vorgesehen.

Anfang dieser Woche hatte der neue bulgarische Wirtschaftsminister Traitscho Traikow erklärt, die Pläne für das neue Kraftwerk auf den Prüfstand stellen zu wollen. Er hatte den bisherigen Projektfortschritt als "extrem intransparent" bezeichnet und in Frage gestellt, ob das Land die Erzeugungskapazität benötige.

Seit vergangener Woche ist in Bulgarien eine neue konservative Regierung im Amt, die die vorher regierenden Sozialisten ablöste. Das Land ist hart von der Wirtschaftskrise getroffen. Die Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr nach Schätzung des Finanzministers um über 6% einbrechen, die Staatsausgaben sollen begrenzt werden.

Webseite: www.rwe.com -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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