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26.02.1982 - 

IBM-Großrechner-Anwender, tauschen Erfahrungen aus:

RZ-Chefs resignieren bei Online-Verrechnung

MÜNCHEN (CW) - Eine verursachungsgerechte DV-Kostenverrechnung - jahrelang Herausforderung für Guide-Arbeitskreise und in vielen Rechenzentren der Stolz altgedienter Batch-Strategen - erfordert bei zunehmenden Online-Anwendungen und Datenbank-Abfragen einen so hohen Aufwand, daß die Effizienz der heute in Großrechenzentren gängigen Verrechnungsverfahren zunehmend in Frage gestellt wird.

Dies ist jedenfalls das Ergebnis eines Erfahrungsaustausches, zu dem sich insgesamt etwa 120 RZ-Leiter von IBM-Größtrechner-Anwendern im Rahmen des CSMI/TechnologieTransfer-Programms in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg trafen.

Unstrittig war in den Diskussionen (jeweils in zielgruppenspezifischen Seminaren für DV-Leiter, Rechenzentrums-Leiter, Leiter Systementwicklung sowie die Spezialisten für Datenbanken und Datenfernverarbeitung), daß eine Lösung aus diesem Dilemma gefunden werden muß - vor allem weil sich das Konzept "DV-Abteilung= Dienstleistungszentrum im Sinne eines Information Resource

Management" bei den Jumbo-Anwendern zunehmend durchzusetzen beginnt. Gerade wenn Fachabteilungen in eigener Verantwortung DV-Leistungen - sowohl für Entwicklungen als auch für den laufenden Betrieb - ordern, sollte eine exakte Kostenverrechnung Steuerungsinstrument sein.

Inwieweit die laufenden Kosten einer DV-Abteilung Anwendern aber überhaupt verursachungsgerecht weiterbelastet werden können, wenn diese ohne Rücksicht auf Rechnerbelastungen, Leistungsdurchsatz und System-Overhead zunehmend Spaß an Benutzer-Sprachen und Datenbank-Abfragen gewinnen - diese Frage bot explosiven Diskussionsstoff und reichlich Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. "Während die Nachzügler noch in Batch-orientierten Verrechnungsverfahren das Heil sehen", kommentiert CSMI-Geschäftsführer Dr. Gerhard Maurer, Initiator der jährlich 200 CSMI-Erfahrungsaustausch-Seminare, das Ergebnis der intensiven Diskussionen, "breitet sich bei der Avantgarde bereits Resignation aus."

Resignation scheint sich indes nicht nur bei den RZ-Leitern, sondern auch bei den DV/Org.-Chefs breitzumachen: Die Dezentralisierungstendenzen in den Fachabteilungen zu zügeln, so die Quintessenz der parallel veranstalteten Seminarfolge für die IBM-Größtrechner-Bosse, wird zunehmend schwieriger. Der Preisverfall für dezentrale Lösungen führte zunehmend zu Subsystem-Optimierung: Was sich für den einzelnen Fachbereich als wirtschaftlich errechnen kann, muß noch lange nicht dem Wohl des gesamten Unternehmens dienen. Das abschließende Zitat eines DV-Chefs: ".Wir müssen zunehmend Lösungen verteidigen, deren exakte Kosten wir gar nicht kennen."