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17.05.1991 - 

Die Talsohle ist durchschnitten

RZ-Dienstleister Taylorix meldet sich profitabel zurück

STUTTGART (CW) - Nach den Verlusten im Vorjahr kann die Taylorix-Organisation für das abkrelaufene Geschäftsjahr 1989/90 wieder Profite aufweisen. Auch für das laufende Fiskaljahr stehen Umsatz- und Gewinnsteigerung auf dem Plan. Dazu beitragen soll nicht zuletzt das, Geschäft in den neuen Bundesländern, wo die Schwaben bereits mit zehn Vertriebsstellen vertreten sind.

Obwohl der Markt der Informations- und Kommunikationstechnik zur Zeit durch Überlebenskämpfe und Strukturanpassungen geprägt ist, sieht sich die Taylorix-Organisation, Anbieter von Hard- und Software sowie Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen, auf dem richtigen Weg. Wie Georg M. Hänsel, Vorstand der Taylorix AG, erklärte, habe die Organisation im abgelaufenen Geschäftsjahr (31. August 1990) in allen Kernbereichen - Handwerk, Handel, Steuerberater und Fertigungsindustrie - erfreuliche Zuwächse verzeichnen können. Dabei sei im Handwerk mit einem Umsatz von 56,7 (Vorjahr: 51,1) Millionen Mark die Marktführerschaft weiter ausgebaut worden.

Der Außenumsatz der Taylorix-Organisation, die sich aus dem Konzern (AG mit 18 eigenständigen Vertriebsgesellschaften sowie drei Tochtergesellschaften) und 17 selbständigen Vertriebspartnern zusammensetzt, stieg im Berichtsjahr bei einem Personalbestand von insgesamt 1320 Mitarbeitern um 12,2 Prozent auf 245,1 (Vorjahr. 218,5) Millionen Mark. Der Konzern verzeichnete bei den Einnahmen ein Plus von 23,3 Prozent auf 196,2 Millionen Mark, während die Taylorix AG um 20,2 Prozent auf 133,7 Millionen Mark zulegen konnte.

Nach den Verlusten im Vorjahr für die Organisation wie für die AG kann Taylorix für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Zwar konnte der Jahresüberschuß der Organisation in Höhe von 1,9 Millionen Mark aufgrund außerordentlicher Belastungen mit dem Betriebsgewinn von 9,3 Millionen Mark nicht Schritt halten, gemessen am Fehlbetrag des Vorjahres in Höhe von 3,6 Millionen Mark ist es dennoch ein beachtliches Ergebnis. Knapp ging es bei der AG zu. Sie steigerte den Betriebsgewinn auf 5,8 Millionen Mark, doch beim Jahresüberschuß kam man gerade auf 520 000 Mark. Immerhin: Im Vorjahr war noch ein Minus von 610 000 Mark angefallen.

Zuversichtlich ist Taylorix-Chef Hänsel auch für das laufende Geschäftsjahr hinsichtlich Umsatz und Gewinnsteigerung. In den ersten sieben Monaten hätten die Einnahmen bereits sieben Prozent Über den Vorjahreswerten gelegen. Deshalb sei ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent im Bereich des Möglichen. Positiv entwickele sich auch das Geschäft in den neuen Bundesländern. Von den zehn neuen Vertriebsstellen seien bislang acht Millionen Mark Umsatz erzielt worden. Forciert werden soll das Projektgeschäft. Die Aktivitäten, mit denen Taylorix im Berichtsjahr rund 11,5 Millionen Mark einnahm, wurden zum 1. September 1990 in die Projekt-GmbH, eingebracht. Sie konzentriert sich auf Service-orientierte Großkundengeschäfte sowie Computerkassen-Projekte. Geplant ist, für diesen Geschäftszweig weitere Niederlassungen in den Ballungszentren aufzubauen.

Hänsels Fernziel ist, in vier bis fünf Jahren mit der Taylorix-Organisation einen Jahresumsatz von 450 bis 500 Millionen Mark zu erreichen. Außerdem beabsichtigen die Stuttgarter nach wie vor den Gang an die Börse. Ein Zeitpunkt steht allerdings immer noch nicht fest.