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29.10.1982 - 

DV-Einsatz in Klein- und Mittelbetrieben:

RZ-Service - ein naheliegender Seitensprung

In einer sich technologisch und wirtschaftlich schnell wandelnden Welt ist die Kommunikation und Information eines Unternehmens oder einer Fachabteilung so wichtig geworden wie die Produktion. Der Gewinn einer gut funktionierenden Verwaltung läßt sich jedoch leider nur sehr schwer in der Bilanz feststellen.

Der Einsatz von Zentral-DV-Anlagen in Groß- und Mittelbetrieben ist selbstverständlich geworden; der Bedarf der Kleinbetriebe und vor allem der Fachabteilungen ist nach wie vor kaum gedeckt. Nicht ohne Grund wird hier das EDV-Wachstum der 80er Jahre liegen. Als Stichworte gelten:

- Personal Computer;

- Btx (Bildschirmtext);

- Klein-EDV-Systeme;

- Datex-P + -L.

Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Diskussionen, und neue sinkende Hardwarepreise zeigen immer mehr, wie notwendig es ist, nach EDV-Wegen und -Lösungen auch bei Kleinfirmen und in der Fachabteilung zu suchen, um die Kosten auch für diesen weiten Bereich im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu halten. Traditionell begangene Wege sind in vielen, nicht in allen, Firmen nur noch schwer zu begehen. Und: Welche Fachabteilung wird schon vom eigenen RZ mit neuen Anwendungen in angemessener Zeit versorgt.

Die Kosten des Computers oder der Programme waren sicherlich nicht der einzige Grund, der KIeinbetriebe oder die Fachabteilung abhielt, EDV einzuführen. Vielfach wurden die Zweifel, ob man die vorhandene Materie mit den vorhandenen Mitarbeitern bewältigen würde, in diesem Satz zusammengefaßt:

"Datenverarbeitung ist für uns zu kompliziert, ist nur etwas für Fachleute und neues teueres Personal können wir uns nicht leisten." Man sieht oder sah unüberwindliche Probleme mit der Einführung der EDV, obwohl Datenverarbeitung nichts neues darstellt. Denn Datenverarbeitung hat jeder Betrieb/Fachabteilung, ob groß oder klein. Der Computer ist keine Voraussetzung dafür.

Wenn eine Personalabteilung zum Beispiel eine Lohn- und Gehaltsabrechnung durchführt, so ist das Datenverarbeitung und zwar manuell, auch dann, wenn dazu eine Rechenoder Schreibmaschine benützt wird. Ebenso ist das Addieren von Preisen, das Erstellen von Lieferscheinen und Rechnungen Datenverarbeitung. Diese Arbeitsweise stößt jedoch an kapazitätsmäßige und damit an wirtschaftliche Grenzen.

Um diese Grenzen nicht zu überschreiten, bietet der Markt inzwischen eine verwirrende Anzahl von Kleincomputern bis hin zum Personal Computer mit mehr oder weniger guten Standardprogrammen an:

Da stellt sich die Frage, warum nicht öfters das Rechenzentrum außer Haus als Alternative einsetzen? Dort stehen viele fertige Programme zur Verfügung, dort kann die Leistungsfähigkeit eines Großrechners genutzt werden, ohne ihn besitzen zu müssen. Diese Arbeitsweise bringt Computerleistung wirtschaftlich dort hin, wo sie gebraucht wird. Der Rechenzentrumskunde kauft Computerleistung zu Konditionen, die durch ihre jeweilige Anwendung bestimmt sind. Er kauft anteilig EDV-Leistung, Speicher, Computeranschlußzeit etc. Da die Datenstation direkt am Arbeitsplatz des Kaufmanns, Planers, Buchhalters steht, könen fachspezifische Probleme in kürzester Zeit wirtschaftlich gelöst werden. Selbstverständlich müssen noch andere Argumente, wie - keine langfristige Bindung von Betriebsmitteln, - kein teures EDV-Personal, - das Bereitstellen von EDV-Räumen, - keine ständigen Investitionsüberlegung bei schwankender Entwicklung etc. mit in ihre Überlegungen einbezogen werden.

Auch fortschrittlichen Anwendern bietet der Anschluß an ein Timesharing-System im RZ mit seinen vielen Möglichkeiten eine Umgebung, in der sie wesentlich produktiver arbeiten könen. Projekte können rascher zur Installationsreife kommen, auch ohne daß die neuesten Releases im Hause zur Verfügung stehen.

Auch Kapazitätsengpässe in Hardund Software können damit abgefangen werden, zum Beispiel durch Überbrückungen von Lieferzeiten.

Für nicht planbare Anwendungen wurden Mittel und Methoden der individuellen Datenverarbeitung entwickelt. Dadurch könnte ein beste hender Anwendungsstau in der individuellen Datenverarbeitung erheblich abgebaut werden.

Der Rechenzentrumservice ist eine wichtige Ergänzung, kann aber niemals Ersatz für eine langfristige zentrale Datenverarbeitungsanlage sein.

*Vertriebsbeauftragter eines Rechenzentrums