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26.08.1977 - 

Fahrlässigkeit ist häufigste Schadensursache:

RZ-Umbau als Gefahrenquelle

MÜNCHEN (uk) - Renovierungs- und Umbauarbeiten in Rechenzentren gefährden in hohem Maße die dort installierten EDV-Anlagen. Dennoch wird eine derartige "Gefahrerhöhung", wie es in der Fachsprache der Versicherer heißt, von den EDV-Leitern häufig unterschätzt. So zeigen zwei aktuelle Fälle, die in den neuesten "Schadenreports" der Tela-Yersicherung beschrieben sind, daß Fahrlässigkeit die häufigste Schadensursache bei RZ-Umbauarbeiten ist und daß der Mensch dabei den größten Unsicherheitsfaktor darstellt. Dies sollten gewissenhafte EDV-Leiter bedenken und entsprechend vorbeugen.

Im ersten Fall war der Wärmetauscher einer EDV-Klimaanlage auf dem Flachdach des RZ-Gebäudes installiert. Bei Lötarbeiten an den Zuleitungsrohren entzündeten Handwerker die Dachpappe. Die herbeigerufene Feuerwehr setzte das Dach unter Wasser - und gefährdete mit dem durch die Decke sickernden Löschwasser die EDV-Anlagen. Nur die Geistesgegenwart der RS-Mitarbeiter, die blitzschnell Planen über die Computer legten, verhinderte zunächst eine Beschädigung der Rechner. Doch das Unglück war nicht aufzuhalten: Später brach dann ein ebenfalls von den Klimatechnikern beschädigtes Wasserrohr und setzte den Doppelboden im Rechnerraum von unter Wasser. Damit war der EDV-Betrieb endgültig für einige Zeit stillgelegt...

Mit mehr Sorgfältigkeit beim Ausführen der Reparaturen wäre der Sehaden im zweiten Fall ebenfalls leicht zu vermeiden gewesen: Bei der Installation eines neuen Klimaschrankes mußte zur Rückver-Süssigung des Kältemittels ein luftgekühlter Kondensator direkt vor den Fenstern des im Erdgeschoß liegenden Maschinenraumes aufgestellt werden. Entgegen der Absprache bohrten Elektroinstallateure unbeaufsichtigt von RZ-Mitarbeitern ein etwa faustgroßes Loch durch die Außenwand des Maschinenraumes. Trotz der entstehenden Staubwolken deckten die Arbeiter die EDV-Anlagen nicht ab. "Erfolg": Der Bohrstaub deckte die Rechner vollständig ein und legte den RZ-Betrieb für mehrere Tage lahm. Hätten die Männer statt von innen nach außen, von außen nach innen gebohrt, wäre die Katastrophe gar nicht erst entstanden...