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07.04.2000 - 

Bilder aus dem Internet werden reprofähig

S-Spline vergrößert ohne Qualitätsverluste

MÜNCHEN (ls) - Imaging- und DTP-Profis kriegen Zustände, wenn man ihnen mit Bildern aus dem Internet oder auf scheinbar ganz passablen Geräten gescannten Vorlagen kommt. Dem kann abgeholfen werden, denn "S-Spline", ein kleines Tool im Vertrieb der niederländischen Firma Microterra, macht aus "Internet-Briefmarken" reprofähige Bilder.

Eine normale Vergrößerung der Bilder von preiswerten Scannern sorgt bekanntlich für Kartoffeldruckqualität. Deutlich besser wird es mit der in Bildbearbeitungsprogrammen möglichen bicubischen Berechnung, allerdings wirkt das Ergebnis schwammig. Mit S-Spline ist der Eindruck der Vergrößerung perfekt: keine Raster, keine Unschärfe, sauber fließende Farbabstufung selbst in den kritischen dunklen Bereichen, exakt sitzende Spritzlichter, präzise Kurven ohne Zacken.

Es handelt sich nicht um eine bicubische Vergrößerung, die mit mehrmaligem Verschärfen und Weichzeichnen oder ähnlichen Tricks nachbearbeitet worden wäre. Das Verfahren nutzt Splines, mit denen sich eine Kurve in variable Näherungswerte an gegebene Punkte legen lässt. Damit muss sich der Anwender von S-Splines glücklicherweise nicht herumschlagen; das Ergebnis gelingt automatisch immer, so jedenfalls etliche Versuche in der CW.

Das Verfahren funktioniert bis zur realitätsfernen Vergrößerung um knapp über 8500 Prozent - kein Druckfehler. Die so vergrößerten Illustrationen lassen sich nun mit üblichen Imaging-Programmen "by pixel" wieder verkleinern und haben dann die erforderliche Auflösung. Leider bietet S-Spline dieses Verfahren nicht gleich selbst an. Eine Einschränkung besteht auch darin, dass die Software nur BMP- und TGA-Files zu öffnen und zu speichern vermag. Normalerweise dürfte also noch eine zweimalige Umwandlung der Bilder aus den gängigeren Formaten JPEG und TIFF notwendig sein.

Um Illusionen vorzubeugen: S-Spline verbessert nicht die Basisqualität eines Bildes, unscharf bleibt unscharf etc. Privatanwender sollten sich hüten, ihre digitalen Bilder aufzublasen. Sämtliche Festplatten sind ruckzuck randvoll. Die moderate fünffache Vergrößerung eines 500 KB kleinen Fotos produziert bereits eine Datei von fast 10 MB Größe.