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02.09.1977

S. T. und die Party

02.09.1977

Als das Gespräch irgendwie auf Computer kam, schauten alle vorwurfsvoll, denn der Gastgeber hatte salbungsvoll und süffisant vermerkt, Trauerwein sei einer der Hexenkünstler. S. T. blitzschnell: Bekanntlich arbeiten der Deutsche Wetterdienst und die großen Meteorologischen Institute allesamt mit Computern - und somit hätten wir wohl den Schuldigen am Sauwetter dieses Sommers!

Wenngleich geschmunzelt wurde, konnte das Ablenkungsmanöver nicht die gewünschte Entlastung bringen. Vielmehr meinte einer: "Die Sozio-ökonomischen Implikationen der überproportionalen Computerisierung, insbesondere die Interdependenzen, geben immer mehr zu denken. Es wird evident, daß der Computer ein Job-Killer ist." Jetzt war der Schwarze Peter vergeben. Und der Kanzler wurde zitiert, der seinen Computer nicht mehr versteht.

Trauerwein atmete auf, als die Gastgeberin ankündigte, demnächst einen mikrocomputergesteuerten Küchenherd installieren zu wollen und zwei Manzen nicht nur den Konsumterror beschwören, sondern auch den Verlust der Individualität bei vorprogrammierter Kochkunst beklagte. Das war die Chance für den Themenwechsel. Vergeblich: Der Verlust der Individualität und Privatheit sei ja auch durch die Datenbanken zu verzeichnen. Auch Trauerwein versicherte pflichtgemäß, ihm läge nicht daran, zum numerierten Datenkrüppel zu werden oder irgendeinen dazu oder zu etwas anderem zu machen. Dennoch, die Blicke blieben vorwurfsvoll, und S. T. wünschte, er sei Psychiater von Beruf.