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19.05.2008

S&P und Moody's senken Telekom-Langfristrating nach OTE-Kauf

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Beteiligung der Deutschen Telekom AG an der Hellenic Telecommunications Organization SA (OTE) haben die Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's die langfristige Bonität des Bonner DAX-Konzerns am Montag um eine Stufe auf mittlere Qualität gesenkt.

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Beteiligung der Deutschen Telekom AG an der Hellenic Telecommunications Organization SA (OTE) haben die Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's die langfristige Bonität des Bonner DAX-Konzerns am Montag um eine Stufe auf mittlere Qualität gesenkt.

S&P senkte das Rating für die Unternehmensbonität und die vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten auf "BBB+" von "A-", während Moody's die Langfristratings auf "Baa1" von "A3" zurücknahm. Beide Agenturen hatten die bisherigen Einstufungen Mitte März auf die Überprüfungsliste gesetzt. Die Telekom hatte sich kürzlich für 3,2 Mrd EUR eine Sperrminoriät von 25,1% bei dem früheren griechischen Monopolisten OTE gesichert.

Beide Agenturen vertreten die Einschätzung, dass es der Telekom schwerfallen dürfte, den für ein "A"-Rating nötigen Verschuldungsgrad mittelfristig zu erreichen.

S&P erklärte, das Verhältnis von bereinigter Verschuldung zu EBITDA liege nachhaltig über dem für "A-" erforderlichen Wert von 3,0. Eine Strategie der Senkung der Schulden sei bei der Telekom nicht erkennbar, weshalb nur mit einer EBITDA-Verbesserung auch eine Verbesserung des Verschuldungsgrades erreichbar sei.

Das sei angesichts der belastenden Wechselkurseffekte aus den Geschäften in Großbritannien und USA und der schwer abzuschätzenden Kosten für den Abbau von Personal aber problematisch zu schaffen, erläuterte S&P.

Moody's erkennt zwar an, dass die OTE-Beteiligung der Telekom Wachstumsaussichten in Südosteuropa verschaffe, allerdings sei es angesichts möglicher weiterer Zukäufe unwahrscheinlicher geworden, dass die von Moody's bislang erwartete Verbesserung des Verschuldungsgrades erreicht werde.

Moody's hält es für zunehmend wahrscheinlich, dass die Telekom weitere schuldenfinanzierte Übernahmen tätigt, um die internationale Präsenz zu erhöhen - und das zu einer Zeit, da die Bedingungen auf dem heimischen Markt schwierig blieben und Umsatz, EBITDA und Cash-flow belasteten.

Webseiten: http://www.2standardandpoors.com/ http://www.moodys.com/ http://www.telekom.com/dtag/ DJG/rio

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.