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10.08.2001 - 

Jobausstieg auf Zeit

Sabbaticals - Genuss für wenige

MÜNCHEN (CW) - Beim Thema Sabbaticals sind die deutschen Arbeitnehmer gedanklich weiter fortgeschritten als ihre Chefs. Dies zeigt eine Umfrage des Personal-Recruiting-Unternehmens Career Company, Köln. Der Wunsch nach einer Auszeit vom Job ist da, allerdings fehlen die entsprechenden Angebote seitens der Unternehmen.

Flexible Arbeitszeitmodelle liegen im Trend, deshalb fragte die Career Company nach der Akzeptanz von Sabbaticals bei 500 Arbeitnehmern und 250 Personalverantwortlichen. Bei Angestellten ist der Gedanke an eine mehrmonatige Auszeit beliebt. 55 Prozent der Befragten würden die berufliche Pause nicht nur für Urlaub und Familie, sondern auch für Weiterbildungsmaßnahmen nutzen. Zudem sind für 58 Prozent der befragten Arbeitnehmer Sabbaticals ein Faktor bei der Auswahl des Arbeitgebers. Darüber denken die Personalchefs anders: 80 Prozent der Befragten halten Sabbaticals nicht für ein wirksames Recruiting-Instrument.

Dennoch ist die Nachfrage vorhanden, es fehlen aber die Bereitschaft und die Konzepte der Unternehmen. Entsprechend wenig Angebote halten die Firmen für ihre pausenwilligen Mitarbeiter bereit. Obwohl immerhin 60 Prozent der Personalchefs glauben, dass die Mitarbeiter nach einem Sabbatical motivierter und effizienter arbeiten, bietet nur jedes vierte Unternehmen ein entsprechendes Programm mit der nötigen Mitarbeiterbetreuung an.

Eigentlich ist die Zurückhaltung unverständlich, denn überall, wo in Projekten gearbeitet wird, sind Sabbaticals relativ leicht zu planen. Die Skepsis der Chefs färbt auch auf die Angestellten ab: 41 Prozent von ihnen gaben an, dass sie im Falle eines Ausstiegs auf Zeit um ihre derzeitige Position fürchten. Ein Drittel der Arbeitnehmer sorgt sich zudem, dass die Auszeit dem Ruf schaden könnte.

Abb: Abstieg nach Auszeit?

Sabbaticals gefährden die Karriere - so 41 Prozent der befragten Angestellten. Quelle: Career Company