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13.01.1978 - 

Pro und kontra: Service-RZ, MDT oder Verbund?

Sachzwang geht vor Prestige

Rechenzentrum und MDT müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil: In der Kombination beider Verfahren sehen Fachleute die wohl zukunftsträchtige. EDV-Variante überhaupt. Man spricht dabei vom "Datenverbund" und meint damit die Kombination der beiderseitigen Vorteile.

Das sieht in der Praxis so aus, daß für die Verarbeitung und Auswertung aller Sofortdaten im Betrieb (Kontokorrent, Fakturierung) ein MDT-Computer als interne Verarbeitungsanlage, Terminal, Zubringer oder Datenerfassungsplatz Verwendung findet. Während man so die täglichen Sofortinformationen im Hause bekommt, überläßt man die periodischen (und speicherintensiven) Auswertungen (Saldenlisten, Statistiken etc.) dem in dieser Beziehung besonders wirtschaftlichen Rechenzentrum.

Periodische Auswertungen verfügen meist über die gleichen Grundmerkmale. Es ist daher nicht einzusehen, warum man in allen Fällen auf individuelle (und teuere) Lösungen zurückgreifen soll, wo standardisierte (und preisgünstigere) Verfahren zum gleichen Ergebnis führen.

Kosten-/Nutzenanalyse anstatt pauschaler Bewertung

Die Entscheidung "Rechenzentrum, Kleincomputer, MDT oder Verbund", ist für ein Unternehmen deshalb keine Prestigeangelegenheit sondern eine schlichte Frage der betrieblichen Notwendigkeit.

Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt ausschließlich von den individuellen Bedürfnissen des Einzelfalles ab. Pauschale Festlegungen an Hand der unterschiedlichen Betriebsgrößen sind stets mit größter Vorsicht zu genießen (wo beginnt der Mittelbetrieb, wo hört der Kleinbetrieb auf?). In allen Fällen sollte der potentielle Anwender deshalb auf eine sorgfältige Kosten-/Nutzenanalyse nicht verzichten.

Grob vereinfacht lassen sich für den Einsatz der EDV im Rechnungswesen folgende Faustregeln aufstellen:

- Für kleine Unternehmen, zu denen ganz besonders auch Handwerksbetriebe zu rechnen sind, hat sich die Datenverarbeitung außer Haus in Dienstleistungs-Rechenzentren sehr gut bewährt. Langfristig gesehen kann hier auch die Datenfernverarbeitung interessant werden.

- Für mittlere und größere Betriebe der mittelständischen Wirtschaft, die eine interne Lösung mit direkter Datenverarbeitung anstreben, bietet sich heute die MDT als maßgeschneidertes Rationalisierungsinstrument an. Sie ermöglicht das "eigene kleine Rechen zentrum" zu wirtschaftlich tragbaren Konditionen.

- Betriebe, die ebenfalls auf eine direkte Datenverarbeitung im Hause Wert legen, dafür aber nicht mehr als zirka 30000 Mark ausgeben wollen, können heute auf ein breites Angebot preiswerter Abrechnungscomputer zurückgreifen. Dieser Trend dürfte sich durch die stürmische Entwicklung elektronischer Miniatur-Bauteile (Halbleiter) eher noch verstärken.

- Die Entscheidung zugunsten einer bestimmten EDV-Dienstleistung schließt andere Verfahren nicht für alle Zeiten aus. Gerade mit der Datenfernverarbeitung werden sich die Verbundmöglichkeiten in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch verbessern.

* Taylorix Organisation, Stuttgart