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01.12.1995

Saechsische Waggonfirma nutzt universelles LAN-Konzept

BAUTZEN - Mit einer zukunftsweisenden Netzstruktur will sich die Waggonbau Bautzen GmbH fuer den Wettbewerb ruesten. Das saechsische Werk gehoert zum Firmenverbund der deutschen Waggonbau AG, Berlin, die in diesem Herbst als letzter Grossbetrieb aus der Treuhandverwaltung entlassen wurde.

Mit der Privatisierung der Deutschen Waggonbau AG (DWA), Berlin, - neuer Eigentuemer ist seit September dieses Jahres die US- Investmentgesellschaft Advent International, Boston, - wollte man auch bei der Bautzener Tochter - zur Zeit sind bei der Waggonbau Bautzen GmbH rund 900 Mitarbeiter beschaeftigt - "moderne saubere Netzstruktur fuer die Zukunft haben", in die bereits vorhandene Loesungen integriert werden koennen, so Netzwerkmanager Juergen Tempel.

Unter einen Hut waren nicht nur Konstruktionsarbeitsplaetze unter Windows (Autocad) und Unix (I-Deas) zu bringen. Auch R/2-Loesungen, ein selbst entwickeltes Lagerverwaltungssystem sowie die Buerokommunikation mussten Platz finden. Das neue lokale Netz sollte "offen fuer alle weiteren Vorhaben" sein.

Die Ausschreibung der Waggonbauer - in diesem Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 190 Millionen Mark - gewann die ebenfalls in Bautzen beheimatete CAD & LAN Computersysteme GmbH. Das Softwarehaus habe ein "leistungsfaehiges FDDI-Backbone" installiert, an dem derzeit ueber drei Router die Subnetze (ueber Token-Ring) angeschlossen seien.

Umstieg auf ATM geplant

Laut Lenz Finster, Projektleiter beim saechsischen Anbieter, hat man sich fuer diese Router-Loesung entschieden, um unabhaengig von Betriebssystemen zu sein. Immerhin lasse sich derzeit nicht voraussagen, "wie in den naechsten drei Jahren die IT-Landschaft aussieht".

Das im Betrieb genutzte Router-Open-Gate "C4" der israelischen Firma RND sei eines der schnellsten, die der Markt derzeit zu bieten habe. Damit stehe das Netz auch zum Uebertragen grosser Datenmengen zur Verfuegung. Obwohl man versuche, die Datenlast in den Subnetzen zu belassen, fuegt Tempel hinzu. Doch fuer die geplante Kommunikation mit Bild und Sprache brauche es Verbindungen, die kuenftigen Anforderungen gerecht werden. Mit dem jetzigen Konzept der Firma stehe einem spaeteren Umstieg auf ATM nichts mehr im Wege; die C-Router seien kompatibel.

Das Novell-LAN des saechsischen Werks - vernetzt sind 30 Terminals, mehr als 150 PCs unter Windows sowie mehrere RS/6000-Workstations mit dem Unix-Derivat AIX - ist ueber ein Front-end mit dem externen Host des DV-Dienstleisters Electronic Data Systems GmbH in Halle verbunden. Dort lassen die Bautzener neben den SAP-Anwendungen auch die Personalabrechnung durchfuehren. Trotz der vielfaeltigen IT-Landschaft im saechsischen Werk wuerden alle etwa 200 Nutzer problemlos miteinander kommunizieren koennen, freut sich Tempel. Demnaechst wolle die DWA ihre Standorte in Ammendorf, Bautzen, Berlin, Dessau und Goerlitz per ISDN miteinander vernetzen.

*Ingo Paszkowski ist freier Jornalist in Berlin.