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25.07.2003 - 

Karl-Heinz Streibich übernimmt nach Stellenabbau

SAG bestellt neuen Vorstandsvorsitzenden

MÜNCHEN (CW) - Zum 1. Oktober 2003 wird Karl-Heinz Streibich Vorstandsvorsitzender der Software AG. Er löst damit Karl Heinz Achinger ab, der das Amt übergangsweise übernommen hatte und sich nun wieder in den Aufsichtsrat zurückzieht.

Auf ihrer Hauptversammlung Ende April konnte die Software AG noch keinen Nachfolger für den Interims-Vorstandsvorsitzenden Karl Heinz Achinger vorstellen. Mit rund zwei Monaten Verspätung wurde nun der neue Mann präsentiert: Zum 1. Oktober übernimmt Karl-Heinz Streibich das Amt. Er war zuletzt stellvertretender Vorsitzender der T-Systems International. 1996 in die Geschäftsführung der Debis Systemhaus GmbH eingetreten, steuerte er als deren Vorsitzender in den Jahren 2000 bis 2002 den Zusammenschluss mit T-Systems.

Achinger, der den Chefposten der Darmstädter im Dezember 2002 vorübergehend übernommen hatte, wird ab Oktober wieder sein Mandat als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der SAG ausüben. Er hat eine Reihe von Projekten angestoßen, die er bis zum Ende seiner Amtszeit weitgehend abschließen möchte. Dazu zählen weit reichende Änderungen der Organisationsstruktur. So gliederte er das globale Geschäft der SAG in vier Regionen, die dafür verantwortlichen Manager wurden in den Vorstand berufen.

Die Produktstrategie wurde ebenfalls überarbeitet. "Wir haben festgestellt, dass wir die Vermarktung unserer XML-Technik anders verpacken müssen als bisher", begründet SAG-Sprecher Otmar Winzig die Neuausrichtung. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Technik bei den Kunden längst in Lösungen integriert sei. Hier habe die SAG verschiedene Bereiche identifiziert, für die sie nun standardisierte Anwendungen aufbauen werde. Dazu zählen Content-Management-Systeme sowie Lösungen für Vertrieb und Kundendienst (siehe CW 11/03, Seite 10: "Software AG: Mit XML-Lösungen aus der Krise?"). Außerdem hatte Achinger im ersten Quartal ein Programm zur Kostensenkung eingeleitet. Das als "Rightsizing" bezeichnete Projekt ist unter anderem mit einem Stellenabbau verbunden. Laut Winzig ist der zwar eingeleitet, aber auf Grund der Kündigungsfristen noch nicht abgeschlossen.

Nachdem sich das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr von 300 Mitarbeitern, vorwiegend in den USA und im angelsächsischen Raum, getrennt hatte, sind diesmal in erster Linie Beschäftigte in Deutschland betroffen: An sie gingen 240 der 300 jetzt ausgesprochenen Kündigungen. Besonders hoch ist der Anteil im Bereich Anwendungsprogrammierung. Hier habe man auf das international stark veränderte Preisniveau reagieren müssen, so Winzig. Derzeit verhandle die Software AG mit einem Partner in Indien über ein Joint Venture. Außerdem müssten in der Holding Marketing-Funktionen abgebaut werden, da die verstärkt von den Regionalorganisationen abgedeckt würden. In kleinerem Umfang sind auch die interne IT-Abteilung sowie der Bereich Forschung und Entwicklung von dem Stellenabbau betroffen. (rg)