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14.08.2006

Sage kauft sich in Gesundheitsmarkt ein

Der britische Softwarehersteller lässt sich die Übernahme von Emdeon Practice Services (EPS) umgerechnet fast 570 Millionen Dollar in bar kosten.

Mit dem Kauf von EPS baut Sage seinen US-Markt für Arztpraxen-Software weiter aus. Bislang versorgten die Briten dort schon rund 7000 Ärzte mit Software. Durch EPS kommen weitere 20000 hinzu. Das in Elmwood Park, New Jersey, ansässige Unternehmen EPS erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von rund 304 Millionen Dollar.

Die Sage-Verantwortlichen sehen im Gesundheitssektor offenbar ein lukratives Geschäft. Laut Gartner hinkt dieser Bereich in Sachen IT-Investitionen anderen Segmenten hinterher. Während im Branchendurchschnitt rund vier Prozent der Einnahmen in IT investiert werden, sind es im Bereich Health Care gerade einmal 2,5 Prozent. Sage-CEO Paul Walker geht deshalb davon aus, dass viele Ärzte in nächster Zukunft ihre IT-Systeme auf den neuesten Stand bringen müssen. Während die Sage-eigenen Anwendungen die Organisation sowie die Abrechnung abwickelten, ließen sich mit den EPS-Applikationen die Praxissysteme an IT-Umgebungen anderer Organisationen im Gesundheitswesen anbinden, hieß es. Dazu zählen beispielsweise Kliniken und Versicherungen.

Mit der Übernahme des amerikanischen Anbieters führen die Sage-Verantwortlichen ihre Strategie konsequent fort. "Akquisitionen sind entscheidend für weiteres Wachstum", hatte Sage-President Guy Berruyer auf der diesjährigen CeBIT verkündet. (ba)