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06.07.2015 - 

E-Commerce-Kalender

Saisonale Trends sorgen für Hochkonjunktur im Webshop

Oliver Graf ist Managing Director DACH des international tätigen Unternehmens Ve Interactive, führender Anbieter einer Plattform zur Steigerung der Conversion Rates bei Abbrüchen von Webshops. Graf verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen internationale Medien und Finanzen und ist in der europäischen E-Commerce Szene hervorragend vernetzt, wo er u.A. als Speaker und Panelteilnehmer anzutreffen ist, zuletzt auf der Performance Marketing Insights.
Wie der stationäre Handel unterliegen auch Webshops saisonalen Schwankungen. Während im Oktober Winterreifen Konjunktur haben, stehen im Frühjahr Fitnessprodukte hoch im Kurs.

Selbst wenn bestimmte Produkte Saison haben, klingeln bei eCommerce-Betreibern noch lange nicht automatisch die Kassen, da gleichzeitig auch die Absprungraten steigen. Aus diesem Grund gilt es, die Nutzer gezielt dafür zu sensibilisieren, dass sie genau jetzt zuschlagen sollten. Anbei ein paar lonkrete Praxisbeispiele:

Prospecting als Sales Boost in der Hochsaison

Saisonale Trends können optimal genutzt werden, um Neukunden zu gewinnen. So werden zum Beispiel Winterreifen in der Regel im Oktober gekauft. Entsprechende Webshops sollten diesen Umstand nutzen, um Neukunden mittels Prospecting zu gewinnen. Dabei werden Banner auf fremden Webseiten gezielt an Personen, die der eigenen Zielgruppe und ihrem Kaufinteresse entsprechen, ausgespielt. Durch diese Werbung weist man potenzielle Kunden konkret darauf hin, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich neue Reifen zuzulegen.

Strandkleidung wird gern im Frühjahr eingekauft - auch online.
Strandkleidung wird gern im Frühjahr eingekauft - auch online.
Foto: Kaspars Grinvalds-shutterstock.com

Mit saisonalen Empfehlungen gegen den Kaufabbruch

Findet ein User in einem Fashion-Webshop nicht, was er sucht, verlässt er die Seite. Präsentiert man ihm in diesem Moment allerdings saisonal stark nachgefragte Produkte in Form eines Layers, sensibilisiert man ihn für Artikel, die er gerade jetzt noch brauchen könnte. Im Mai zählen dazu Schwimmbekleidung, im Juli Regensachen und im September Winterschuhe.

Darf's ein bisschen mehr sein?

Viele Webshops bieten Nutzern die Chance, sich ihren Merkzettel per E-Mail zuzusenden. Als E-Commerce-Betreiber sollte man dieses Tool nutzen, um zusätzlich auf saisonale Produkte hinzuweisen. Ein Sportshop könnte so im August auf die Jogginghochzeit im Herbst verweisen und die besten Laufschuhe präsentieren. Auf diese Weise lassen sich saisonbedingte Käufe anregen. Zudem bietet es sich an, den User bei stark nachgefragten Artikeln darüber zu informieren, wenn diese nur noch in geringer Stückzahl auf Lager sind. Der User freut sich über die Option, noch rechtzeitig das entsprechende Produkt zu ergattern und der Webshop kann unaufdringlich die Entscheidung des Nutzers zum Kauf positiv beeinflussen.

Auch beim Retargeting saisonal gefragte Produkte einbeziehen

Hat ein User den Webshop ohne zu kaufen verlassen, wird oft Bannerwerbung auf fremden Webseiten eingesetzt, um ihn zur Rückkehr zu animieren (Retargeting). Anstatt wie üblich die Produkte zu präsentieren, die vor dem Abbruch angeschaut wurden, sollten auch saisonale Artikel in den Fokus genommen werden. Der Hinweis, dass im Mai die perfekte Zeit ist, um Grillutensilien zu kaufen, lockt bestimmt so manchen Nutzer zurück in den Webshop und lässt ihn alles Nötige zum traditionellen "Angrillen" kaufen.

Saisonale Trends versprechen Webshops große Umsätze. Der Einsatz der richtigen Lösung an richtiger Stelle und zur richtigen Zeit, in Form von Bannern, Layern oder gewünschten Email-Merkzetteln, macht den User gezielt darauf aufmerksam, dass er genau jetzt das eine bestimmte Produkt oder die eine Dienstleistung braucht. Sein Interesse wird geweckt und der Kaufwunsch ausgelöst. Auf diese Weise führen saisonale Trends zu Hochkonjunktur auf dem Webshop. (rw)

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