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12.04.2002 - 

Chairman Wang, CEO Kumar und Finanzvorstand Zar seien entbehrlich

Sam Wyly fordert Computer Associates erneut heraus

MÜNCHEN (CW) - Sam Wyly, ehemaliger Chef des an Computer Associates (CA) verkauften Unternehmens Sterling Software, hat wie schon im vergangenen Jahr gefordert, dass CA sein Topmanagement entlassen soll.

In einem Schreiben an CA-Aktionäre und an den Aufsichtsrat des Unternehmens verlangte Wyly den Rücktritt von Chairman Charles Wang, CEO Sanjay Kumar und Finanzvorstand Ira Zar. Wyly, Chef beim Ranger Capital Group Hedge Fund und dessen Tochter Ranger Governance Ltd., wirft den Managern vor, sie hätten sich trotz anders lautender Versprechungen nicht von angeblich dubiosen Bilanzierungspraktiken verabschiedet.

Hierbei handelt es sich um "Proforma-pro-rata"-Bilanzierungen von Umsatzzahlen. Die "New York Times" hatte vor einem Jahr diese Berechnungen als undurchsichtig bezeichnet und CA vorgeworfen, durch diese Art der Umsatzberechnung sein Geschäftsergebnis zu schönen. CEO Kumar hatte diese Bilanzierungspraxis dahingehend erklärt, dass das Unternehmen Lizenzgebühren nicht mehr auf jährlicher, sondern auf monatlicher Basis abrechne. Jetzt kritisierte Wyly dieses "Enron-ähnliche kreative Buchhaltungsverfahren".

Wyly hatte Mitte 2001 einen wochenlangen Feldzug gegen das CA-Management gestartet und in ganzseitigen Anzeigen versucht, darzulegen, dass die gesamte Führungsriege des Softwarekonzerns nichts getan habe, um den Aktienwert der Firma zu steigern. Außerdem hätten die Manager dem Ruf des Unternehmens durch undurchsichtige Geschäftspraktiken geschadet. Wyly hatte versucht, die gesamte Führung zu entthronen, sich im Verlauf der öffentlichen Debatte dann aber auf einen Kreis von vier Führungspersonen eingeschossen. Auf einer Hauptversammlung war sein Versuch Kumar, Wang und weiterer Manager zu entmachten, aber von den Aktionären abgeschmettert worden.

Nunmehr unternimmt Wyly einen neuerlichen Versuch, die drei Topmanager aus der Firma hinauszukomplimentieren. Neben den Vorwürfen, die Führungsriege von CA habe nicht von den Pro-forma-pro-rata-Bilanzierungen Abstand genommen, kritisiert Wyly, CA habe nach wie vor gegen die Unzufriedenheit großer CA-Kunden nichts unternommen. Außerdem hätten die drei Manager es bislang unterlassen, den Aufsichtsrat von CA unabhängiger auszurichten. (jm)