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04.05.2001 - 

IT im Marketing/Kommentar

Sammlerglück

Helga Biesel Redakteurin CW

Warum sollte es der Marketing-Abteilung besser gehen als der Arbeitsvorbereitung, der Produktion oder dem Finanz- und Rechnungswesen? Sie alle stehen seit geraumer Zeit der Notwendigkeit gegenüber, ihre Anwendungen abteilungsübergreifend zu integrieren. Integrationsplattformen bieten sich dafür an, und Web-Server machen es möglich, dass aus der klassischen DV-Anwendung eine Web-Anwendung wird. So weit, so gut.

Doch könnte das heutige Marketing in Verdacht geraten, nach einer Phase der "splendid isolation" und weitgehender DV-technischer Unabhängigkeit von einer besonders ausgeprägten Integrations- und (Kunden-)Datensammelwut befallen zu sein.

E-Commerce-Strategien, Kundenbindungsprogramme, (Kunden-)Kartentechnologien etc. (Seite 70) zwingen offenbar dazu, unternehmensweit aus zahlreichen Fachbereichen die für ein professionelles Customer-Relationship-Management (CRM) relevanten Daten einzufordern. Darüber hinaus muss das Marketing auch extern den Markt nach weiteren interessanten Kundendaten abgrasen (Seite 74) - immer auf der Suche nach denjenigen Kunden, für die es sich lohnt, beispielsweise ein maßgeschneidertes Kampagnen-Management auf die Beine zu stellen oder mit Data-Mining-Methoden zielgruppengenaue nützliche Web-Services anzubieten (Seite 78). Als "wertvoll" erkannte Kunden verschaffen nämlich ihrerseits den Anbietern den entscheidenden Mehrwert.

Aktives Multi-Channel-Marketing, wie es zum Beispiel die Strategen in den Chefetagen der Banken als "state of the art" verlangen, kommt ohne eine derartige Datenfülle, generiert aus den unterschiedlichsten Quellen und verdichtet in einem Database-Marketing-(DBM-)System nicht mehr aus (Seite 82). Da wundert es nicht, dass einige Unternehmen die Funktion eines Chief Customer Officer (CCO) eingerichtet haben (Seite 68). Macht- und Datenfülle gehören zusammen.