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06.08.1993

Sammlung von C++-Bibliotheken laeuft auf dem PC Autodesk liefert ein Toolkit zur Erstellung virtueller Realitaeten

MUENCHEN (qua) - Der von dem Science-Fiction-Autor William Gibson gepraegte Begriff "Cyberspace" ist dabei, sich im Software-Business zu etablieren: Unter der Bezeichnung "Cyberspace Developer Kit" (CDK) offeriert die Muenchner Autodesk GmbH eine Sammlung von C++- Bibliotheken, mit der sich Visualisierungs- und Simulationssysteme in 3D-Technik erstellen lassen.

Sein Animationsprogramm "3D Studio" hat Autodesk eigenen Angaben zufolge weltweit 20 000mal verkauft. Jetzt bietet das als Hersteller des CAD-Systems Autocad bekannt gewordene Software- Unternehmen Entwicklern und Power-Usern einen Werkzeugkasten an, mit dem sie eigene Simulations-Applikationen erstellen koennen. Als potentielle Anwendungsgebiete nennt der Anbieter Architektur, Medizin, Aus- und Weiterbildung sowie Fertigungs- und Raumplanung.

CDK verfuegt ueber einen "Solid Modeler", mit dem sich dreidimensionale Objekte erzeugen und durch Boolesche Operationen verknuepfen lassen. Ueber die Autodesk-eigenen Schnittstellen DXF und ADS koennen Daten aus Autocad beziehungsweise 3D Studio uebernommen werden. Als C++-Compiler kommen bislang nur "High

C/C++" ab 3.0 von Metaware sowie Zortech Cii 3.0 in Frage - also weder die Microsoft- noch die Borland-Produkte.

Kollisionskontrolle, Einzelschritterfassung und vordefinierte Bewegungsablaeufe dienen dazu, innerhalb der virtuellen Welt eine Echtzeitsimulation herzustellen. Mit CDK erstellte Anwendungen ermoeglichen, so der Anbieter, eine Interaktion von Benutzer und Objekten.

Nur bedingt vergleichbar

mit Transputer-Systemen

Ganze 5500 Mark verlangen die Muenchner fuer eine CDK-Lizenz; eine Schulungsversion ist sogar schon fuer 1600 Mark zu haben. Als Hardwareplattform reicht ein PC mit 386- oder 486-Chip sowie mindestens 8 MB Arbeitsspeicher und 80 MB Plattenkapazitaet. Allerdings benoetigt das System eine schnelle - VESA-1.2- oder ADI- 4.2-kompatible - Grafikkarte. Als Betriebssystem kommt DOS ab 3.1 zum Einsatz.

Wie der Anbieter selbst einraeumt, sind CDK-Anwendungen jedoch nur bedingt vergleichbar mit Transputer-basierten Virtual-Reality- Systemen. Beispielsweise unterstuetzt das Toolset nur Flat- und Goraud-Rendering, aber kein Phong-Shading, weshalb die Oberflaechen aller erzeugten Objekte mehr oder weniger deutlich die Aufteilung in Dreiecke verraten.

Zudem laesst sich die gegenueber Transputer-Systemen geringere Rechengeschwindigkeit nur durch groessere Positionsunterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Frames ausgleichen. Aus diesem Grund erscheinen die Bewegungsablaeufe nicht fliessend, sondern ein wenig stockend.

Bei Bedarf unterstuetzt CDK auch die fuer Virtual-Reality- oder Cyberspace-Anwendungen typischen Eingabemedien Datenhelm und - handschuh sowie Space-Mouse. Wie Autodesk erlaeutert, laesst sich das System aber vollstaendig ueber jede Microsoft- oder Logitec-Maus beziehungsweise ueber die Tastatur steuern.

Die Ausgabe ist nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch ueber ein "Head Mount Display" moeglich. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein brillenartiger Helm mit zwei integrierten Bildschirmen. Wer die optische Ausgabe durch akustische Signale untermalen will, kann ein

Roland-MPU-401-kompatibles Sound-Board anschlie