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23.04.2014 - 

Mit Tizen

Samsung bereitet den Abschied von Google vor

Samsung ist der mit Abstand erfolgreichste Hersteller von Smartphones und Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android. Nun gab ein hochrangiger Manager der Koreaner bekannt, dass man sich auf die Zeit nach Google vorbereite und dafür das eigene Betriebssystem Tizen in Stellung bringe.
Foto: Tizen Association

Hong Won-pyo, Samsung Electronics Medial Solution Center President, gab der Korea Times weitreichende Informationen zur Strategie des Smartphone-Marktführers. So denkt man im Hauptquartier in Korea verstärkt darüber nach, wie man sich auf eine Zeit nach Google und dessen Android-Plattform einstellen kann. Den Schlüssel dafür haben die führenden Köpfe von Samsung in den eigenen vier Wänden ausgemacht: Das eigene eigene Betriebssystem Tizen soll offenbar in Stellung gebracht werden, um irgendwann Android ablösen zu können.

"Wie Googles Android könnte auch Tizen eine gemeinsame Plattform werden, um Samsung-Produkte in einer Kategorie zu verbinden", so Hong Won-pyo. Samsung hat bereits angekündigt, mobile Geräte wie Smartphones und Tablets mit Tizen ausstatten zu wollen. Die ersten fertigen Produkte sind die Smartwatches der zweiten Gear-Serie, die nicht mit Android oder dem neuen Android Wear betrieben werden, sondern unter Tizen laufen.

Solche Uhren sind aber deutlich speziellere Geräte als Smartphones und leiden weniger unter den riesigen Schwachstellen von Tizen: den fehlenden Apps und dem kaum vorhandenen Ökosystem. Dies sieht auch Samsung so, denn bisher zögert man mit dem Start solcher Geräte wegen der "schlechten Marktbedingungen", so das Unternehmen. Nur mit einem Betriebssystem allein ist heutzutage kein Erfolg mehr zu erzielen, das zeigen Beispiele wie webOS. Selbst Gigant Microsoft tut sich trotz großen Aufwands noch immer schwer, Windows Phone nach vorne zu bringen.

Hong Won-pyo gab deshalb zu Protokoll, dass Samsung nun mehr investieren wolle, um ein Smartphone-Ökosystem rund um Tizen aufzubauen, das auch Plattformen wie Fernseher oder Heimelektronik versorgen soll. Der Manager sagt weiter: "Wir werden mit verschiedenen Herstellern, Partnern und Zulieferern zusammen arbeiten, um das Smart-Home-Business nach vorne zu bringen." Welche Firmen konkret bereits an Bord sind, ist aber noch nicht spruchreif. Trotzdem: "Wir sind bereit, unsere Plattform komplett für andere Interessenten zu öffnen."

Hong Won-pyo bekommt dabei Unterstützung und Ratschläge von Chong Ji-Hoon, einem Professor an der Kwandong Universität. "Es war bisher schwer für Samsung, seine eigene Plattform nach vorne zu bringen, da man nicht in der Lage ist, in Sachen Ökosystem gegen Apple anzukommen. Samsung sollte sich daher öffnen und mit anderen Firmen der Branche zusammen arbeiten, wenn es sich wirklich auf eine Post-Google-Ära vorbereiten will."

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