Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.04.2007

Samsung die Krone überlassen

Immer mehr Wettbewerber tun kund, dass sie Samsungs Weltmachtstreben im Display- und Speichermarkt nicht gewachsen sind und sich künftig mehr auf die Profitabilität konzentrieren wollen. Das Rennen um die Titelmeisterschaft aufgegeben haben zuletzt auch LG Philips LCD und Hynix.

Beide Unternehmen kommen wie Samsung aus Südkorea und konnten sich in puncto Stückzahlen bisher gut gegen den einheimischen Riesen behaupten. Bei LCD-TV-Panels hatte LG Philips LCD (LPL) zum Beispiel monatelang die Krone des Weltmarktführers auf. Doch als erstes Unternehmen mit einer laufenden 7.5G-Produktion für TV-Panels musste LPL sehr viel mehr für die neueste Ausrüstung bezahlen als später taiwanesische Konkurrenten wie AU Optronics und Chi Mei.

Kein Wunder, dass der neue LPL-CEO Kwon Young-soo Anfang April 2007 sagte: "Im TV-Geschäft ist es kein Spaß, das erste Unternehmen zu sein, das etwas tut. Es gibt keinen Grund, sich weiter in eine blutige und ruinöse Schlacht zu werfen. Wir wollen jetzt zusehen, wie andere kämpfen, und warten, bis sich der Markt endlich stabilisiert."

Ziel sei es, nicht mehr nur Stückzahlen-, sondern auch Margen-Erster zu werden. Anders als Sharp und Samsung hat LPL auch noch keine Pläne für den Bau eines Panel-Werks der achten und zehnten Generation.

Bei Speicherchips dürfte Hynix, obwohl längst nicht so groß, Samsung in Sachen Profitrate schon übertrumpft haben. Denn während Samsung wegen sinkender Preise im ersten Quartal 2007 einen Einbruch beim operativen Gewinn von 68 Prozent verbuchen musste, konnte Hynix durch ein geschicktes Ausweichen auf DRAMs die Verluste mit Flash-Speichern besser abfedern. 2006 kam Hynix auf einen Rekord-Nettogewinn von über 1,6 Milliarden Euro.

Klaus Hauptfleisch